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Kreis Heinsberg
SPD bestätigt Kreisvorstand und löst sich vom Begriff "Unterbezirk"

Kreis Heinsberg: SPD bestätigt Kreisvorstand und löst sich vom Begriff "Unterbezirk"
Norbert Spinrath FOTO: SPD (Archiv)
Kreis Heinsberg. Die SPD im Kreis Heinsberg hat einen neuen Namen. Bei ihrem Kreisparteitag in Heinsberg-Kempen hat sie sich vom "Unterbezirk" gelöst und heißt ab sofort Kreisverband. Die Freude über diesen Schritt zu einem klaren und modernen Namen war bei den Delegierten groß. Diese wählten darüber hinaus den gesamten Kreisvorstand ihrer Partei neu. Bis auf die 13 Beisitzer bestätigten sie bei den Wahlen den gesamten Vorstand. Von Philipp Schaffranek

Mit 92 Prozent der Stimmen wählten die Delegierten den Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath erneut zum Kreisvorsitzenden. Stellvertreter bleiben Ralf Derichs, der einstimmig gewählt wurde, Dietmar Moll und Andrea Reh. Kassierer bleibt Michael Kox, Schriftführer ist weiterhin Dr. Hans Josef Voßenkaul. Über die Posten der Beisitzer sind nun wieder alle zehn SPD-Ortsverbände im Kreisvorstand der Partei vertreten. Der Waldfeuchter Ortsverband hatte dort in den vergangenen beiden Jahren keinen Vertreter. Wafa Sturmann-Ben Omrane, die von Mai bis November dieses Jahres vertretungsweise Geschäftsführerin der Kreistagsfraktion war, änderte dies. Die Waldfeuchterin erhielt 41 der 50 Delegiertenstimmen. Noch kurz zuvor hatte Spinrath gefordert, dass kein Ortsverein auf der Strecke bleiben dürfe. "Das war für uns eine nicht sehr einfache Situation", erklärte er zur Zusammensetzung in den vergangenen zwei Jahren.

Norbert Spinrath zog eine kurze Bilanz. Mit den Ortsvereinen habe es eine "ordentliche Zusammenarbeit gegeben, wenn es auch manchmal rumpelt". Bei Diskussionen sei man innerhalb der Partei immer auf einen Nenner gekommen. Themen seien unter anderem die Innovationsregion Rheinisches Revier für eine Zeit nach dem Braunkohletagebau gewesen. Auch über das belgische Atomkraftwerk Tihange sei diskutiert worden. Hier müsse es einen Austausch mit den Belgiern geben. Wobei anzuerkennen sei, "dass Belgien zu 60 Prozent auf Atomstrom angewiesen ist".

Danach schaltete Spinrath in den Wahlkampfmodus. 2017 stehen sowohl die Landtagswahl als auch die Wahl zum Bundestag an. "Jetzt gilt es wieder", forderte er seine Partei auf. Dabei gelte es gegenzuhalten, "gegen Rechtspopulisten, aber auch die, die deren Positionen übernehmen, um Stimmen zu fangen." Wenn die Partei sich zu ihren sozialdemokratischen Grundüberzeugungen bekenne, sei sie im Kreis Heinsberg wählbar.

Quelle: RP
 
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