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Motorsport
Alex Lambertz wird im BMW auf Anhieb Klassensechster

Kreis Heinsberg. Motorsport: Beim Langstreckenrennen am Nürburgring setzt Kenneth Heyer seinen Mercedes an die Wand, Jörg Müller testete M6 GT3. Von Hans Groob

Aus dem Saisoneröffnungsrennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring kamen die Rennfahrer mit Kreis Heinsberger Wurzeln mit sehr gemischten Gefühlen heraus: Sehr zufrieden war Youngster Alex Dohmen (18) aus Dremmen, der in der Schweiz lebende Hückelhovener Jörg Müller (46) meinte "so lala" und der Wegberger Kenneth Heyer (36) war verständlicherweise säuerlich. Und das, weil er den gelb-grünen Mercedes-Benz AMG GT3 des Mann-Filter-Teams Zakspeed im freien Training an die Wand gesetzt hatte: "Auf dem Teilstück des Grand-Prix-Kurses ist der GT kurz vor der NGK-Schikane ausgebrochen und rechts in die Wand geprallt", zog Heyer Bilanz. Dieser Crash hatte trotz "nur" kleiner Beschädigungen am Rahmen doch große Folgen, denn der Einsatz auf der Nordschleife wurde nach Begutachtung durch die Techniker für "zu gefährlich" erklärt. Da war das so hoch gehandelte Fahrertrio, zu dem neben Kenneth Heyer, der unverletzt blieb, auch noch Luca Ludwig (27) und Sebastian Asch (29) gehören, zum Zuschauen verdammt. Genau wie die Väter Hans Heyer (73), Dieter Ludwig (66) und Roland Asch (65), die als lebende Rennsportlegenden immer noch äußerst populär sind. Um ihre Söhne am GT3-Steuer zu sehen, müssen sie nun bis zum 14. Mai warten, wenn Rennen drei der zehnteiligen VLN-Serie in der Eifel gestartet wird. Auf die Frage "was war los am Ring", antwortete BMW-Dauerbrenner Jörg Müller, der nun schon 20 Jahre Werksfahrer bei den Weiß-Blauen aus München ist, locker: "Alles gut. Wir sind zum Testen da gewesen". Im Team von Schubert Motorsport (Oschersleben) standen gleich zwei BMW M6 GT3 erstmals auf dem Asphalt der "Grünen Hölle". Und das in der Tat zum Test unter Rennbedingungen, um im Hinblick auf das international hochrangige 24-Stunden-Rennen im Mai an gleicher Stelle Erkenntnisse mit dem neuen Fahrzeug zu gewinnen. Jörg Müller, der das Cockpit der Startnummer 31 mit dem Brasilianer Augusto Farfus und dem Finnen Jesse Krohn teilte, kam schließlich auf Rang 22 ins Ziel, der zweite Schubert schied nach einem Unfall in der letzten Runde aus. Keineswegs nur Test-Kilometer, sondern Renntrimm steht am Wochenende für Jörg Müller auf dem Programm beim ersten Wertungslauf der 24-Stunden-Serie in Japan. Auf der Rennstrecke in Okayama absolviert er dann im nagelneuen M6 GT3 des BMW-Team Studie, am Steuer abwechselnd mit dem Japaner Seiji Ara, eine 300 Kilometer-Distanz auf dem internationalen Circuit.

Er war noch nicht 18, das sicherte sich Alex Lambertz aus Dremmen im vergangenen Jahr den Sieg in der Rennserie DMV-BMW-Challenge. Und jetzt "arbeitete" der Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg beim Langstreckenauftakt am Nürburgring, wo er sich ein Cockpit im BMW 235i Racing Cup von Ehret-Motorsport (Hüttenfeld) mit Marc Ehret teilte. Und das gleich mit richtig gutem Speed, wurde doch Klassenstartplatz zwei herausgefahren auf der Nordschleife, die alle Wetter im Angebot hatte: Schnee, Nebel, zum Rennen dann aber Sonne.

Nach ständigen Führungswechseln in der Cup-5-Wertung hatten die BMW-Fahrer Pech beim Spritfassen, weil es nach einer defekten Tanksäule nur noch Rang elf war. Marc Ehret und Alex Lambertz steuerten ihre 333 PS schließlich noch auf Rang sechs der Cup-5-Klasse mit ursprünglich 19 Fahrzeugen. "Ein super Ergebnis für unser erstes Rennen", befand Alex Lambertz, der sich nun auf einen Einsatz am 17. April beim sechsstündigen Qualifikationsrennen zum 24-Stunden-Event freut.

Quelle: RP
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