| 00.00 Uhr

Turnen
Am Schwebebalken zerplatzen die Träume

Turnen: Am Schwebebalken zerplatzen die Träume
In Aktion am Schwebebalken: Die 17 Jahre alte Eva Mainka vom TuS Porselen war die Beste ihres Teams, landete in der Einzelwertung auf Rang drei. FOTO: NIPKO
Erkelenz. Turnen: Beim Qualifikationswettkampf zur Turn-Landesliga 4 in Erkelenz landet der TuS Porselen nur auf Rang sechs. Von Hans Groob

Natürlich war die Freude in allen deutschen Turnvereinen riesengroß, als bekanntwurde, dass Pauline Schäfer bei der Kunstturn-Weltmeisterschaft in Glasgow die Bronzemedaille auf dem Schwebebalken gewonnen hatte. Wer die dazugehörigen Fernsehbilder noch vor Augen hat, der hat aber auch gesehen, welch wackelige Angelegenheit die Kunst der eleganten und vor allem fehlerfreien Bewegung auf dem fünf Meter langen, nur zehn Zentimeter breiten und 1,20 Meter hoch abgestützten Balken sein kann. Denn die 18-jährige Saarländerin konnte nur mit Mühe das Absteigen vom Gerät verhindern, was mit dem Verlust der Medaillenwertung verbunden gewesen wäre.

Eine solche negative Entwicklung zerstörte bei der Turnmannschaft des TuS Porselen in der Erkelenzer Karl-Fischer-Sporthalle einen großen Traum: "Der Balken brach uns das Genick", bilanzierte Barbara Stand, eine der Trainerinnen und auch Aktive der TuS-Riege, die den Sprung in die Landesliga 4 des Rheinischen Turnerbundes verpasste. Die erreichten 29,900 Punkte auf und viel zu oft neben dem Balken bedeuteten den letzten Rang der acht Bewerber. Das war die entscheidende Fehlbuchung gegenüber dem auf dem vierten Aufstiegsrang notierten Ohligser TV, der hier 5,100 Punkte mehr holte, aber beim Sprung, am Barren und auch am Boden hinter der Riege des TuS Porselen lag.

Der TuS gehörte in der Karl-Fischer-Sporthalle, wo eine stattliche Zuschauerzahl unter der Gastgeberschaft des TV Erkelenz einen interessanten knapp vierstündigen Wettkampf sah, zu den acht Bewerbern um vier Plätze in der Landesliga 4. Am Ende musste auch Co-Trainer Marcel Mouton den enttäuschenden sechsten Rang (140,600 Punkte) hinter den vier Aufsteigern TV Rodenkirchen (151,850), MTV Köln (147,150), TuS Derendorf (145,900), Ohligser TV 1888 (143,850) sowie dem auf Platz fünf gewerteten Haaner Turnerbund (140,650) notieren. Als Siebte und Achte landeten der Fischelner SV (135,950) und MTV Rheinwacht Dinslaken (133,900) in der Gesamtabrechnung des von Kalina Polanski (TSV 1899 Porz) geleiteten Wettkampftages.

Auch wenn es mit dem Aufstieg für den TuS Porselen dieses Mal nicht geklappt hat, dürfen die Kreisstädter doch sehr stolz sein, schaffte die 17-jährige Eva Mainka in der statistischen Einzelwertung immerhin hinter Hannah Duklau-Laure vom TuS Derendorf (50,500 Punkte) und Maria Hachenberg vom TV Rodenkirchen (50,150) mit 49,100 Punkten den hervorragenden dritten Rang. Beim TuS Porselen waren weiter auf Punktejagd: Leah Brocker (33,850), Tanja Hütten (Trainerin und Aktive; 32,000), Mette Jansen (31,650), Kristina Urich (24,400) und Barbara Stand (12,500).

Der TuS Porselen wäre das zweite Team aus dem Kreis Heinsberg neben dem TV 1860 Erkelenz in der Landesliga geworden. Die jungen Erkelenzerinnen turnen im kommenden Jahr nach wie vor in der Landesliga 2, die sie allerdings nur dank einer Aufstockung gehalten haben.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Turnen: Am Schwebebalken zerplatzen die Träume


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.