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Ampel steht auf Grün für Motorsportsaison

Motorsport: Ampel steht auf Grün für Motorsportsaison
FOTO: Foto-Royal
Kreis Heinsberg. Für die Rennfahrer aus dem Erkelenzer Land beginnt am Wochenende die neue Saison. Im Einsatz sind Kenneth Heyer, Jörg Müller, Alex Lambertz und das Leipert-Team. Von Hans Groob

Weil große Rennserien zunehmend global ablaufen, schrumpft die Regenerationszeit zwischen den Saisons für Fahrer und Teams mit Multieinsätzen immer mehr. Diese Feststellung betrifft zunächst die reinen Aktivitäten am Steuer, da sind Ehrungs- und Sponsorentermine noch gar nicht berücksichtigt. Extrem bekommt das der Wegberger Langstreckenspezialist Kenneth Heyer zu spüren. Dessen letzter Einsatz 2015 war der 40. Münsterlandpokal am 31. Oktober bei der Langstreckenserie auf dem Nürburgring (VLN), seinen ersten Einsatz des Jahres 2016 hat der 36-Jährige in dieser Woche zum Auftakt der internationalen 24-Stunden-Serie, zu der 100 Autos bei den Hankook-24-Stunden von Dubai am Start sein werden. Heyer teilt sich von Freitag, 14 Uhr, bis Samstag, 14 Uhr, in den Vereinigten Arabischen Emiraten das Steuer des vom schweizer Hofor-Racing eingesetzten Mercedes SLS AMG GT3 mit dem Niederländer Christian Frankenhout und den Schweizern Roland Eggimann, Chantal und Michael Kroll. In dieser Besetzung holte das Quintett auch Platz zwei bei den 24 Stunden von Barcelona. Die stehen für Heyer in diesem Jahre ebenso wieder im Einsatzkalender wie die 24 Stunden auf dem Nürburgring, in Spa (Belgien), Silverstone (England) und Paul Ricard (Frankreich), die "Zwölfer" in Abu Dhabi (Emirate), Mugello (Italien), Zandvoort (NL) und Brünn (Tschechien). Weitere Einsätze hat der Wegberger Unternehmer bei mindestens vier Rennen der VLN-Serie in der Eifel. Seine dem Körper angepasste Sitzschale ist dabei in Mercedes GT3-Rennern montiert. Ausnahme bei den 24 Stunden von Zolder (Belgien), da fährt er Porsche.

Den Umstieg vom Z4 GT3 auf den M6 GT3, der bei BMW 2016 die Speerspitze sein wird, hat auch der Hückelhovener Formel- und Tourenwagenmeister Jörg Müller mit vielen Testkilometern mitgestaltet. Es wird für den inzwischen auf der Schweizer Bodenseeseite in Tägerwilen lebenden 46-Jährigen ein Jubiläum: 20 Jahre Werksfahrer für die Weißblauen aus Bayern. Im Mittelpunkt für Müller steht wieder die japanische Super-GT-Serie, die er zum dritten Mal an der Seite von Saiji Ara ab April in Okayama, Fuji, Autopolis, Sugo, Suzuka und Motegi sowie bei einem Abstecher nach Thailand fährt. Höhepunkte bei den Einzelrennen werden die legendären 24 Stunden auf dem Nürburgring (26. bis 29. Mai) und in Spa (26. bis 31. Juli) sein. Es wird Jörg Müllers achter Einsatz auf dem "Ring" sein, auf dem er 2004 mit Dirk Müller, Hans-Joachim Stuck und Pedro Lamy zum Sieg steuerte, was ihm 2010 nochmals mit Pedro Lamy, Augusto Farfus, und Uwe Alzen gelang. Im Jahr darauf schaffte er in der "Grünen Hölle" noch ein Klassensieg.

FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)

Nicht selbst am Steuer von Rennfahrzeugen, aber Arbeitsplätze an genau diesen, bietet der in Rath-Anhoven ansässige Rennstall Leipert-Motorsport. Mit einem Lamborghini Huracan steigen die Wegberger am Wochenende in die 24-Stunden-Serie in Dubai ein, sind also Konkurrenten von Kenneth Heyer. Gezähmt werden soll die Startnummer 10, die aus der 5,2 Liter-Maschine 620 PS herauskitzelt, von internationalen Nachwuchsfahrern. Chef vor Ort an der Box ist Teamchef Ingo Leipert, während Sohn Marcel in Wegberg die Vorbereitungen zur im April beginnenden Blancpain-Serie vorantreibt. Für Monza, Silverstone, Paul Ricard, Spa, Nürburgring und Valencia haben die Leiperts aufgerüstet, schicken dann drei Lamborghini Huracan Super-Trofeo-Fahrzeuge auf den schnellen Asphalt. Fortgesetzt wird von Leipert-Motorsport der seit 2014 verantwortliche Support für das Toyota Team Thailand in Deutschland. Da ist bei diversen VLN-Läufen ein Toyota Altis im Einsatz, eine Weiterentwicklung soll es für das 24-Stunden-Rennen geben.

Mitten in der Konzeptarbeit stecken Sohn Alex und Vater Markus Lambertz aus Dremmen. Der 18 Jahre alte Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg will an den 2015er-Erfolg, die DMV-BMW-Challenge, anknüpfen. Steht das Sponsoring, dann stehen auch die geplanten Starts auf dem Nürburgring beim Langstreckenpokal, bei der Rundstrecken-Challenge und bei den 24-Stunden, wobei dann BMW M235i oder 325i eingesetzt werden sollen. Eine Refinanzierung wollen die Lambertz' an eigenen rennfreien Wochenenden auch durch Unterstützung größerer Teams erreichen.

Quelle: RP
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