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Leichtathletik
Auf Tuchfühlung mit der nationalen Spitze

Leichtathletik: Auf Tuchfühlung mit der nationalen Spitze
Die Gerderatherin Michelle Döpke wurde bei der DM im Erfurter Steigerwaldstadion Fünfte im Hammerwurf der Frauen. FOTO: UWE MISERIUS (ARCHIV)
Erkelenzer Land. Leichtathletik: Im Steigerwaldstadion in Erfurt gingen am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft gleich sechs Athleten aus dem Erkelenzer Land an den Start. Hammerwerferinnen überzeugen. Von Jules Reinecke

Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften, die im Steigerwaldstadion der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt stattfanden, zeigten die beiden Hammerwerferinnen Michelle Döpke (Gerderath/ TSV Bayer Leverkusen) und Sina Mai Holthuijsen (Myhl/LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), dass sie auch schon bei den Frauen ein gehöriges Wörtchen mitreden können. Während Michelle Döpke direkt im ersten Versuch mit 61,47 Metern ihre beste Weite erzielte und damit Fünfte wurde, schleuderte Sina Mai Holthuijsen ihre 60,33 Meter im dritten Versuch und belegte den sechsten Rang. Nach ihrer Rückkehr aus Erfurt machte sich Holthuijsen gestern Morgen sofort auf den Weg nach Amsterdam, von wo aus sie mit der niederländischen U 23-Nationalmannschaft gegen 15 Uhr den Flug nach Warschau angetreten ist. Von dort aus findet dann der Transfer nach Bydgoszcz via Bus statt. Dort nimmt die Myhlerin für ihr Heimatland an den U 23-Europameisterschaften (13. bis 16. Juli) teil. Da steht dann am Freitag, 14. Juli die Qualifikation auf dem Plan - entweder ab 10.05 oder 11.40 Uhr, je nachdem in welche Gruppe Holthuijsen einsortiert wird. Sollte sie die Qualifikation überstehen, startet die junge Hammerwerferin am Samstag, 15. Juli, noch ab 19.20 Uhr im Finale.

Die Erkelenzerin Christina Zwirner die für den TV Wattenscheid startet, lief bei der DM am Samstag im ersten von zwei Vorläufen über 800 Meter locker mit 2:09,55 Minuten als Vierte ins Ziel und qualifizierte sich als Neunte für den Endlauf am Sonntag. Da elf Läuferinnen ihre Startkarte abgegeben hatten, fanden zwei Vorläufe statt, um im Endlauf zehn Athletinnen starten zu lassen. Hier sollte sich der Verband im Sinne der Athleten durchaus dazu durchringen, das Finale mit elf, anstatt mit zehn Läuferinnen zu starten. Im Endlauf steigerte sich Christina Zwirner dann noch einmal ein wenig und lief nach 2:09,48 Minuten auf Rang acht ins Ziel.

Die Kleingladbacherin Alina Kuß, die für den LC Paderborn aktiv ist, startete bei der nationalen Meisterschaft in der zweiten Staffel ihres Vereins über 4x100 Meter. Mit dieser Staffel belegte sie im dritten Zeitlauf mit 46,19 Sekunden den dritten Platz. Im Gesamtergebnis bedeutete die Zeit den neunten Rang. "Wir haben einige namhafte Staffeln geschlagen, Druck auf die Etablierten gemacht und uns alle für die erste Staffel empfohlen", zeigte sich Alina Kuß zufrieden. Und damit könnte sie recht haben, denn die zu den Favoriten zählende erste Paderborner Staffel hatte erneut mit den Wechseln zu kämpfen und wurde am Ende disqualifiziert.

Komplettiert wurde das Starterfeld aus Sicht des Erkelenzer Landes durch zwei Athleten des SC Myhl LA: Der Holzweiler Jonas Hanßen lief den Vorlauf über 400 Meter Hürden in 50,95 Sekunden, verzichtete im Anschluss aber auf eine Teilnahme am Endlauf zugunsten der U 23-EM, wo er am Freitag den Vorlauf bestreitet. 800-Meter-Läufer Frederik Ruppert erwischte einen extrem schnellen Vorlauf und schied in 1:52,29 Minuten aus.

Quelle: RP
 
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