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Volleyball
Auftakt in eine geschichtsträchtige Spielzeit

Erkelenz. Erstmals schickt das Erkelenzer Land mit dem VC Ratheim und dem Erkelenzer VV gleich zwei Mannschaften in der Oberliga ins Rennen. Von Hendrike Gierth

ERKELENZER LAND Intensive - und vor allem lange - Vorbereitungen sind bekanntlich nicht das Ding der Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim. Ein paar Wochen in der Halle müssen stets reichen, um sich für die neue Saison einzuspielen. Und auch jetzt hätten vermutlich einige Ratheimer bei Temperaturen um 30 Grad lieber Sand unter den Füßen, als in der Halle zu schwitzen. Aber VC-Außenangreifer Axel Borchwaldt weiß: "Jammern ist nicht drin." Denn morgen fällt für den VC der Startschuss in die neue Saison, der dritten in der Oberliga in Folge. Und für die hat sich das Team von Trainer Markus Jahns ein besonderes Ziel gesetzt: "Es wäre mal schön, wenn wir den Klassenerhalt frühzeitig und ohne Zittern unter Dach und Fach bringen würden", sagt Borchwaldt.

Da dürfte es ungemein hilfreich sein, dass Libero Markus Becker nach knapp zehnmonatiger Verletzungspause ins Team zurückkehrt und sich die Ratheimer auch noch von außerhalb verstärkt haben. Mit dem 17-jährigen Felix Jansen kommt ein junges Talent vom Landesligisten Erkelenzer VV, das auch schon Erfahrungen in Auswahlmannschaften des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) gesammelt hat und nun den VC im Bereich Annahme und Abwehr verstärken soll. Luxuriös gestaltet sich derweil die Situation im Zuspiel, denn mit Zugang Thomas Kirn von Landesligist Neptun Aachen verfügen die Ratheimer nun über drei gelernte Steller. Noch im Raum steht zudem die Rückkehr von Philipp Jantzen, der als Allroundspieler eine weitere Verstärkung wäre. "Wann er jedoch für uns wieder am Netz steht, bleibt abzuwarten", sagt Borchwaldt.

Man darf also durchaus gespannt sein, was der VC Ratheim leistungsmäßig abliefern kann - in der vergangenen Saison fehlte vor allem die nötige Konstanz, um sich im Mittelfeld zu etablieren. "Selbstredend möchten wir gerne mit einem Heimsieg in die Saison starten, um möglichst nicht direkt wieder unten drin zu stehen", sagt der VC-Akteur. Kein unmögliches Unterfangen, stellt sich doch ab 16 Uhr in der Halle am Parkhof mit dem AVC Köln einer von gleich vier Aufsteigern vor. "Das Team ist uns gänzlich unbekannt", gesteht Borchwaldt, "deshalb müssen wir uns ein bisschen überraschen lassen, was uns erwartet."

In dieser Situation werden sich auch die Oberliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV in dieser Spielzeit des Öfteren befinden. Nach dem souveränen Aufstieg ist die Oberliga für das Team von EVV-Cheftrainer Bogdan Chudzik Neuland, "doch die Mädels sind entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen und peilen einen guten Mittelfeldplatz an", wie Margrit Krohn, stellvertretende EVV-Vorsitzende, erklärt. Insgesamt 16 Mädels stehen Chudzik für die neue Spielzeit zur Verfügung, so dass der Trainer vor jeder Partie vor der schweren Aufgabe steht, welche Spielerinnen er nominiert - schließlich dürfen nur zwölf Namen in den Spielberichtsbogen eingetragen werden. Los geht es für die "Erka-Ladies" - wie sich das Team jetzt selbst nennt - heute mit einem Heimspiel ab 19 Uhr in der Karl-Fischer-Halle gegen die Zweitvertretung des TSV Bayer Leverkusen. Die gab bereits beim 26. Erka-Turnier Anfang September ihre Visitenkarte ab, belegte damals den fünften Platz. "Nach unserer phänomenalen letzten Saison erwarten wir nun alle mit großer Spannung den heutigen Auftritt", sagt Krohn.

Berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg macht sich unterdessen die zweite Damenmannschaft des EVV, die in der Bezirksklasse an den Start geht. Das Team, das nur aus U 18-Spielerinnen besteht, hat in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen und will diesen in der Meisterschaft bestätigen. Erste Bewährungsprobe für das junge Team ist heute ab 15 Uhr in der Karl-Fischer-Halle gegen die TG Neuss.

Quelle: RP
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