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Leichtathletik
Bei DM zerplatzt der Traum schon vor dem Startschuss zum Finallauf

Leichtathletik: Bei DM zerplatzt der Traum schon vor dem Startschuss zum Finallauf
Im Vorlauf lief es für Jonas Hanßen bei der Deutschen Meisterschaft noch rund. In 51,79 Sekunden qualifizierte er sich fürs Finale. FOTO: WOLFGANG BIRKENSTOCK
Erkelenzer Land. Leichtathletik: Eine Wadenverletzung bremst Jonas Hanßen aus. Wenige Minuten vor dem Endlauf muss der Hürdenläufer des SC Myhl LA passen. Von Hendrike Gierth

Das war eine ganz bittere Pille, die Jonas Hanßen gestern Nachmittag im Kasseler Auestadion schlucken musste: Fünf Minuten bevor es für die 400-Meter- Hürdenläufer in den Callroom zum Endlauf bei den Deutschen Meisterschaften ging, ging plötzlich gar nichts mehr beim Läufer des SC Myhl LA. Bei einem lockeren Schritt über die Hürde auf dem Aufwärmplatz zwickte es plötzlich in der rechten Wade. "So was hat Jonas noch nie erlebt. Er ist überhaupt nicht anfällige für solche Verletzungen", sagte Petra Hanßen, die ihren Sohn zur DM begleitet hatte, "so machte es überhaupt keinen Sinn, an den Start zu gehen".

Eine Tatsache, die umso bitterer ist, da Hanßen sich in Kassel in guter Form präsentierte. Mit Trainer Harald Eifert und seinen Eltern bereits am Donnerstag angereist, musste sich der Langhürdler aus Holzweiler im ersten von drei Vorläufen nicht mal vollends verausgaben, um sich einen Startplatz für das Finale zu sichern. In 51,79 Sekunden qualifizierte er sich als Zweiter hinter Florian Handt vom LV Erzgebirge (51,07) für den Endlauf, was auch seinen Traum von einem Ticket für die Europameisterschaften vom 6. bis 10. Juli in Amsterdam am Leben hielt.

Dieser Traum ist ebenso zerplatzt, wie eine Titelverteidigung bei der DM. "Jetzt stehen erstmal in den kommenden ein bis zwei Wochen tägliche Besuche beim Physiotherapeuten an", erklärt Petra Hanßen. Der Blick im Hause Hanßen ist trotz der verpassten EM-Teilnahme aber schon wieder nach vorne gerichtet: "Jetzt peilen wir die Deutschen U 23-Meisterschaften an, die in fünf Wochen in Wattenscheid anstehen", sagte Petra Hanßen. Bei Jonas Hanßen selbst war die Enttäuschung verständlicherweise riesengroß. "Schließlich hatte er sich auf die DM fokussiert und sich gut gefühlt", sagt seine Mutter.

Einen Startplatz im Endlauf hat sich auch Christina Zwirner gesichert. Über 800 Meter wurde die Erkelenzerin, die seit einigen Jahren für den TV Wattenscheid startet Achte in 2:06,76 Minuten. Im Vorlauf war Zwirner in 2:06,21 Minuten ein paar Hundertstel schneller gewesen. Im Staffelrennen über 4x400 Meter der Frauen traf sie dann als Schlussläuferin der Staffel des TV Wattenscheid auch auf die Kleingladbacherin Alina Kuß, die für das Quartett des ART Düsseldorf als Startläuferin an den Start gegangen war.

Quelle: RP
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