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Boxen
Boxerschmiede hat heiße Eisen im Feuer

Hückelhoven. Boxen: Valmir Baumanis und Luca Schweisthal bei einem Boxturnier im hessischen Hanau nach Punkten erfolgreich. Von Hans Groob

Wie lang der Weg zum Erfolg ist, das wissen die verantwortlichen Trainer um Ralph "Ralle" Nebrig bei der erst 2014 gegründete Boxerschmiede Hückelhoven ganz genau. "Ohne Training geht da gar nichts. Aber trainingsfleißig sind die Jungs auf jeden Fall", weiß der ehemalige Spitzenboxer und zweifache (1979 und 1981) DDR-Meister im Halbschwergewicht. Der in der Kürze der Zeit aber auch schon Grund zum Jubeln hat, denn im April hatte es zwei positive Einträge im Kampfpass des elfjährigen Schülers Valmir "Ami Amu" Baumanis gegeben. Zunächst gewann dieser die Qualifikation zur Düsseldorfer Stadtmeisterschaft der U 13, dann kletterte er 14 Tage später in der Landeshauptstadt ganz stolz mit der Meistermedaille aus dem Ring.

Das war dann auch jetzt in der Main-Kinzig-Halle in Hanau wieder der Fall, da gewann das drahtige Boxtalent aus Hückelhoven seinen dritten Kampf ebenfalls umjubelt und verdient nach Punkten gegen einen hessischen Nachwuchsboxer.

Und die Boxerschmiede hatte beim 5. Fritz-(Muffel)-Mück-Gedächtnisturnier mit dem 14-jährigen Luca Schweisthal aus Baal noch ein zweites heiße Eisen im Feuer. Der war vor seinem ersten "echten" Kampf im Schüler-Halbmittelgewicht natürlich sehr aufgeregt, bestimmte die erste Runde, hatte in der zweiten ein paar Problemchen, um dann in Durchgang drei aber den überzeugenden Punktsieg zu sichern. Happy verließ er den Ring und blickte in die strahlenden Gesichter der Eltern sowie seiner beiden Opas Friedel und Peter. Friedel Cavelius verdrückte sogar ein paar Freudentränchen: "Wenn Luca konditionell und technisch noch zulegt, dann kann er weit kommen." Cavelius muss es dank großer Erfahrung ja wissen, stand selbst von 1956 bis 1971 für den BC Hückelhoven im Ring, wurde Mittelrhein-Juniorenmeister, war Auswahlkämpfer und hatte später maßgeblichen Anteil als Spitzenfunktionär an der großen Zeit (1987 bis 2001) des BCH in der Oberliga (Meister) und 2. Bundesliga.

Doch nicht nur wegen der Erfolge war die weite Reise des Boxerschmiede-Teams und Anhang auch von Valmir nach Hanau (immerhin eine Strecke 260 Kilometer) ein Erfolg. Auch das Erleben in der großen Halle mit der professionellen Organisation und Atmosphäre, die der Vizemeister der Zweiten Bundesliga aufgezogen hatte, fesselte schon sehr. Eiskalt lief es den faustharten Jungs schließlich den Rücken runter, als in einem Memory-Teil an den verstorbenen besten Boxer aller Zeiten, Muhammad Ali, erinnert wurde.

Quelle: RP
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