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Schwimmen
Bronze bei Freiwasser-DM im Bodensee

Schwimmen: Bronze bei Freiwasser-DM im Bodensee
Erkelenz. Schwimmen: Franziska Eser, Ute Holt und André Lennartz schaffen bei den Deutschen als Staffel den Sprung auf Siegerpodest. Von Hendrike Gierth

Bei den hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage war Abkühlung das oberste Gebot. Doch Birte und Franziska Eser, Nina und Ute Holt und André Lennartz zuckten ein wenig beim ersten Wasserkontakt mit dem kühlen Nass zusammen, denn bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften in Lindau am Bodensee sprangen die fünf mutigen Schwimmer der SG Erkelenz-Hückelhoven ins 19 Grad kalte Wasser des Bodensees.

Im ersten Rennen über 2,5 Kilometer waren alle vier Mädels der SG mit den Startnummern 276 bis 279 in einem Lauf. Am Start reihten sie sich zusammen auf und ließen sich vom großen Starterfeld mit rund 50 Schwimmern je Lauf nicht beirren. Am Start noch vereint, verloren sie sich doch im Gerangel des Massenstarts schnell aus den Augen. Ohne es zu ahnen, schwammen Nina Holt und Franzi Eser jedoch den 550 Meter langen Dreieckskurs raus auf den See bis zur großen gelben Wendeboje nebeneinanderher. Durch leichten Wind und dadurch bedingte Wellen war es für die Schwimmer nicht leicht, die Ideallinie zu halten. Das Feld driftete bis zu 30 Meter seitlich auseinander. Die zum Großteil meist im Becken trainierenden Sportler sind das Atmen kurz über der Wasseroberfläche gewohnt. Hätten sie das geschluckte Wasser des Bodensees zahlen müssen, währen sie arm geworden. Im Ziel lag Ute Holt in der AK 40 auf Rang sechs (42:20,30) vor Tochter Nina (43:06,84), die im Jahrgang 2003 den 21. Platz errang und Franzi Eser (43:09,74/12./AK 20) gefolgt von Birte Eser (44:54,76/36./Jg. 2000).

Das Quintett der SG Erkelenz-Hückelhoven am Bodensee. FOTO: VEREIN

Am zweiten DM-Tag standen die 2,5 Kilometer der Herren und die Staffeln auf dem Programm. André Lennartz hatte von Anfang an mit heftig unruhigem Wasser zu kämpfen und konnte deshalb, das ganze Rennen nicht sauber durchziehen — es war eher ein 2,5 Kilometer-Kampf. Das Resultat - Vierter in der AK 20 - zeigte, dass er mit den Bedingungen jedoch sehr gekonnt umgegangen war.

Voller Freude fieberten Franziska Eser, André Lennartz und Ute Holt der 3x1,25 Kilometer-Staffel entgegen. Die Beobachtung der Jugendstaffeln sorgte dabei für etwas Unruhe. Glücklicherweise war das Starterfeld im Masterslauf nur 24 Personen groß, so dass die Schwimmer nicht in einer großen Masse ankommen würden. Die Entscheidung für den Startschwimmer fiel auf Franziska Eser. Da sie am Vortag beim 2,5 Kilometer-Start - bedingt durch die blendende Sonne und die relativ kleinen Markierungsbojen - den Kurs nur schwer erkennen konnte, hatte sie sich kurzfristig entschieden, in der Staffel mit Kontaktlinsen unter der Schwimmbrille zu starten. Bestens ausgestattet ging es beim Start dennoch drunter und drüber. Zweimal wurde sie unsanft zur Seite gedrängt und musste sich von hinten wieder nach vorne kämpfen. Beim Wechsel lagen dann nur drei Teams der Altersklasse 91+ vor dem Trio. Das wirkte auf Ute Holt motivierend: Sie konnte den Abstand zu den Drittplatzierten verringern und schickte André Lennartz mit einer guten Ausgangsposition ins Rennen: Nach 550 Metern schwamm er auf Platz drei vor. Als Lennartz dann 200 Meter vor dem Ziel an seinem Schwimmstil ausgemacht wurde und nur zwei Teams mit orangenen Badekappen kurz vor ihm durch das Ziel kamen, waren das Trio nicht mehr zu halten. Mit Freudentänzen wurde der dritte Platz auf dem Zielsteg gefeiert. Zur Belohnung gab die Bronzemedaille und ein Abendessen aller fünf Teilnehmer und ihrer Schlachtenbummler im Lindauer Hafen.

Abschließend sprangen Ute Holt und André Lennartz noch einmal über fünf Kilometer in den See, und zeigten dabei, dass sie den Kurs inzwischen gut im Griff hatten. Mit Platz fünf (1:25:37) und Platz vier schwammen beiden nur knapp am Podium vorbei.

Quelle: RP
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