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Radsport
Das Radrennen mit der Wetter-App

Radsport: Das Radrennen mit der Wetter-App
Knapp 75 Kilometer lang fuhren die Fahrer des Hauptrennens. Der gute Kurs bot die Möglichkeit, hohe Geschwindigkeiten zu fahren. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wegberg. Radsport: Die rund 200 Teilnehmer des zehnten Wegberger Grenzlandrennens kämpften mit dem Regen. Von Anke Backhaus

Nervös blickt Robert Day am Sonntagmittag im Wegberger Industriegebiet immer wieder auf das Smartphone. Er, der einer der Verantwortlichen der Radsportabteilung des SC Wegberg ist, erwartet nicht etwa einen wichtigen Anruf, vielmehr beobachtet er die Meldungen der Wetter-App. "Das kommt eimerweise hier runter", verkündet er. Derweil rauscht das Peloton zum x-ten Mal vorbei - zuerst ganz leise, dann immer lauter kündigen sich die Radrennfahrer im Bereich Industriestraße/Siemensweg an.

Das Hauptrennen der zehnten Auflage des Wegberger Grenzlandrennens ist in vollem Gang, als die Regenwolken immer dunkler werden und entsprechend viel Wasser Richtung Erde schicken. Trotzdem absolvieren die Fahrer das rund 75 Kilometer lange Rennen wie geplant und ohne Stürze. Das stimmt dann auch Dieter Lausberg, den Organisator des Wegberger Grenzlandrennens, zufrieden. "Wegen des Wetters und wegen einer Konkurrenzveranstaltung in Werne hatten wir diesmal sicherlich weniger Teilnehmer, doch mit rund 200 Startern können wir bei diesem zehnten Rennen also zufrieden sein. Ich habe Bock, auch das elfte zu machen", sagt Lausberg schließlich.

Im Start/Ziel-Bereich trifft er auf einen alten Bekannten: Bernd Stamms, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Wegberg, hat noch kein einziges Grenzlandrennen verpasst. Von Beginn an unterstützt er die große Radsportveranstaltung. "So ist er eben, der Bernd. Dafür sind wir ihm auch sehr dankbar. Er macht das hier auch schon zehn Jahre mit - so lange hält ja manche Ehe nicht", findet Lausberg.

Die Wegberger Radsportler können eigentlich froh sein, mit dem Industriegebiet und dem Grenzlandring Top-Voraussetzungen für die verschiedenen Rennen zu haben. Lausberg: "Das ist im Prinzip Fluch und Segen zugleich: Ein Segen, weil die Strecke gut ist, ein Fluch, weil es relativ weit vom Stadtzentrum weg ist - wir wünschen uns nämlich mehr Zuschauer."

Zurück zum Hauptrennen auf dem 2,2 Kilometer langen Rundkurs: 70 Fahrer sind dabei, sie stammen sogar aus Schleswig-Holstein oder auch aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Und dann ist das Rauschen zurück - das Peloton rückt wieder an. "Jetzt sehen Sie mal, was das für eine Technik ist, mit der die Fahrer die enge Kurve meistern", sagt Dieter Lausberg. In der Tat: Im hohen Tempo steuern die Fahrer die Kurve an, viele nutzen den Windschatten des Vordermanns. Sieger des Hauptrennens wurde Marcel Peschges (RSV Dortmund-Nord, 1:38,49 Stunden). Das Seniorenrennen über 41,8 Kilometer gewann Hardy Zimmermann (Squadra Ciclismo Colonia, 0:55,29). In der U 17 (28,6 Kilometer) gewann Jonas Fabian (TG Witten, 0:50,04). Vom RSV Düren stammt der Sieger im Rennen der U 15 (22 Kilometer), Tim Neffgen (0:37,22). Isabell Oepen (Pulheimer SC) setzte sich in der U 13 durch, für die 17,6 Kilometer benötigte sie 0:30,14 Stunden.

Erneut war Lausberg froh, die Unterstützung der zahlreichen Helfer bekommen zu haben.

Quelle: RP
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