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Lokalsport
DFB-Präsident Grindel und die "Cappuccino-Eltern"

Erkelenz. Den Begriff "Cappuccino-Eltern" hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel beim DFB-Bundestag im November 2016 in Erfurt geprägt - und damit in - natürlich reichlich polemischer - Zuspitzung Eltern bezeichnet, die einen Fußballverein lediglich als überaus preiswerte Verwahranstalt für ihren Nachwuchs ansehen, nicht bereit sind, sich zu beteiligen und mit anzupacken, dafür aber völlig überzogene Erwartungen haben, was ein Verein leisten kann.

Wörtlich hatte Grindel das gesagt: "Vereine sind keine Dienstleistungsunternehmen, und alleine mit Cappuccino-Eltern als Mitglieder kommen wir nicht weiter. Das sind die Fälle, in denen der SUV um 16 Uhr auf das Vereinsgelände fährt. Die Tür geht auf. Kind wird abgeladen. Eltern fahren Cappuccino trinken und nach zwei Stunden, wenn sie ihr Kind wieder abholen, erwarten sie, dass der Zehnjährige seiner Karriere als Bundesligaprofi einen deutlichen Schritt näher gekommen ist, dass der Übungsleiter sämtliche häusliche Erziehungsdefizite ausgeglichen hat, dass alles zur Gesundheitsprävention getan wurde, um die Currywurst-Pommes am Wochenende schadlos zu überstehen - und das Ganze für höchstens drei Euro im Monat. So kann Vereinsarbeit in Deutschland nicht funktionieren."

(emo)
 
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