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Golf
Ein Golferlebnis fürs Herz und fürs Auge

Golf: Ein Golferlebnis fürs Herz und fürs Auge
Ein optisches Highlight: An Loch 13 wurde mit einer großen Ramme eine Spundwand eingesetzt, die es von den Golfern mit dem Abschlag zu überspielen gilt. FOTO: Ulrich Staege
Wegberg. Vier Jahre lang wurde beim Golfclub Wildenrath intensiv gearbeitet. Nun erstrahlen alle 18 Grüns in neuem Glanz und sorgen dafür, dass die Anlage nicht nur optisch ein Highlight ist, sondern auch sportlich besondere Anreize gesetzt werden. Von Hendrike Gierth

Achtung Baustelle - dieses Motto galt in den vergangenen vier Jahren für den Golfclub Wildenrath und verlangte seinen rund 900 Mitgliedern immer wieder Geduld und Einschränkungen ab. "Aber alle haben jederzeit mitgezogen", sagt Präsident Prof. Dr. Jochen Hilden, "und darauf sind wir ebenso stolz, wie auf das Ergebnis."

Und das kann sich wahrlich sehen lassen: Vor fünf Jahren fiel die Entscheidung, den 18-Loch-Platz in Wildenrath umzubauen, wobei vorrangig alle Grüns auf den höchstmöglichen Qualitätsstandard gebracht werden sollten, da sie die letzten Meter zur Fahne sind und damit die Visitenkarte eines Golfclubs darstellen.

Insgesamt wurden 12 000 Quadratmeter Grünflächen - verteilt auf 18 Grüns - erneuert, 6000 Meter Drainagerohre verbaut, acht Abschläge auf Vordermann gebracht und 18 Bunker mit einer Drainage versehen und verbessert. "Wir sind froh, dass wir nächstes Jahr mal keine Baustellen auf dem Platz haben werden", sagt Hilden.

Lohn der ganzen Mühen ist eine Anlage, die nicht nur ein Augenschmaus ist, sondern auch das Herz eines jeden Golfers höher schlagen lässt. "Clubmitglieder und Greenfeespieler kommen nun in den seltenen Genuss, auch im Winter auf den gleichen Grüns putten zu können", erklärt Clubmanager Ulrich Staege. Möglich macht das ein neues Verfahren, das Wildenraths Head-Greenkeeper, Udo Gisbertz, entwickelt und sich patentieren lassen hat. Ein Zweischichtaufbau mit Drainage- und Rasentragschicht sorgt für eine extreme Wasserdurchlässigkeit und die tiefschnittverträgliche Grasmischung für eine Spieloberfläche, die an Billardtische erinnert. 500 000 Euro hat der Club investiert - ohne zusätzliche Kosten oder Umlagen für seine Mitglieder. "Möglich war das nur durch das Splitten der Arbeiten auf vier Jahre", sagt Schatzmeister Frank Spanholtz, "hätten wir eine Fremdfirma beauftragt, wären Kosten weit über eine Million entstanden."

Nun erhofft sich der GC-Vorstand zum einen, "dass wir nach dem Umbau der Grüns etwa 20 Jahre Sicherheit haben", und zum anderen "dass sich das Interesse an unserem Club noch mal etwas erhöht" - obwohl es in Deutschland eine Stagnation der Anmeldezahlen bei Golfclubs gibt. "Unser Platz bietet große sportliche Herausforderungen und ist sehr vielfältig", sagt Ulrich Staege, "das Design der meisten Grüns wurde nun in die Vielzahl der Hügel gebettet und perfekt auf die Gegebenheiten angepasst, um Ausgewogenheit und Fairness für den Golfer nochmals zu steigern." Trotz aller sportlichen Herausforderungen würden sich aber auch Anfänger schnell wohlfühlen. Für die gibt es vielfältige Schnupperangebote, erfahrene Trainer und "Alte Hasen", die ihr Wissen gerne weitergeben.

Quelle: RP
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