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Volleyball
Ein Hoffnungsfunken zur rechten Zeit

Volleyball: Ein Hoffnungsfunken zur rechten Zeit
Die Augen fest auf den Ball gerichtet: Philipp Rumpf ist am Donnerstag das erste Mal seit Wochen wieder beim Training gewesen und gab sein Okay für das morgige Heimspiel der Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim. FOTO: JÜRGEN LAASER (ARCHIV)
Erkelenzer Land. Volleyball: Drei Spiele stehen noch aus, dann ist die Saison zu Ende. Und bis dahin muss für die Oberliga-Herren des VC Ratheim mindestens noch ein Punkt her. Nächste Gelegenheit bietet sich morgen beim Heimspiel gegen Humann Essen II. Von Hendrike Spaar

Philipp Rumpf hat wie kein anderer die Geschicke des VC Ratheim mitgeprägt. Seit Gründung des Vereins 1999 gehört er zum Team, hat alle Aufstiege mitgemacht und war stets ein Leistungsträger. Und auch außerhalb des Feldes übernimmt der 32-Jährige Verantwortung, momentan ist er Vorsitzender des VC.

In dieser Saison müssen die Ratheimer Oberliga-Volleyballer auf ihren Mister Zuverlässig allerdings immer häufiger verzichten - vor allem in der Rückrunde. Nur zwei Mal stand Rumpf in den bisherigen sechs Partien auf dem Feld, fehlte seinem Team an allen Ecken und Enden. Denn Rumpf ist nicht nur spielerisch eine enorm wichtige Stütze seiner Mannschaft, sondern gemeinsam mit Libero Markus Becker auch einer der beiden emotionalen Leader.

Pünktlich zur Saisonentscheidung hat sich der Außenangreifer nun aber nach Verletzung und Krankheit zurückgemeldet. Am Donnerstag war er erstmals seit Wochen wieder beim Training und gab auch gleich sein Okay für das morgige Heimspiel der Ratheimer gegen das junge Team des VV Humann Essen II. Ein Hoffnungsfunken für das Team von Trainer Hans Steffens, das nach der besten Hinrunde seiner Oberliga-Geschichte doch arg ins Straucheln geraten ist, und immer noch nicht ganz das Thema Klassenerhalt abhaken kann. Ein Punkt fehlt mindestens noch zum sicheren Klassenerhalt, zwei wären besser, um nicht von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig zu sein.

Die nächste Gelegenheit diese Punkte einzufahren, bietet sich morgen ab 16 Uhr, wenn in der Halle am Parkhof der Tabellensiebte aus Essen zu Gast ist. Das Hinspiel gewannen die Ratheimer mit 3:0, doch mittlerweile ist die Ausgangslage eine andere. Damals lagen die Essener sieglos am Tabellenende, während Ratheim als Ligazweiter mit breiter Brust nach Essen fuhr. Inzwischen sind die Youngsters allerdings in der Liga angekommen, haben fünf Niederlagen aus den letzten acht Spielen eingefahren, darunter ein 3:0-Erfolg gegen den Tabellenzweiten Dürener TV, und haben ordentlich Boden gut gemacht auf die Ratheimer. Ein Sechs-Punkte-Polster hat der VC noch, der im Jahr 2018 aber immer noch auf seinen ersten Sieg wartet. "Wir sind gewarnt", sagt VC-Libero Markus Becker, "denn Essen hat schon in der Hinrunde gezeigt, dass sie in Bezug auf die Athletik in der Liga ganz oben mitspielen können."

Problem des Essener Nachwuchsteams war in der Hinrunde die fehlende Spielpraxis auf diesem Niveau und die Konstanz. Beides scheint der VV inzwischen gefunden zu haben. "Wenn man bedenkt, dass der Schnitt der Truppe bei unter 20 Jahren liegt, darf man gespannt darauf sein, wo die Reise für den ein oder anderen in Zukunft noch hingeht", sagt Becker, "mehr Erfahrung werden wir aber auf den Platz bringen, denn etwa die Hälfte von uns hat mit dem Volleyball spielen angefangen, bevor ein Großteil des Essener Teams geboren wurde." Diese Erfahrung gilt es auszuspielen, und als Pfund in die Waagschale zu werfen.

Zum vorletzten Heimspiel auf ihrer Abschiedstournee aus der Verbandsliga empfangen die Mädels des Erkelenzer VV heute ab 15 Uhr den MTV Köln in der Karl-Fischer-Halle. Für die Kölnerinnen geht es darum, sich bloß keine Blöße gegen das Schlusslicht zu geben, denn punktgleich mit Spitzenreiter Post Telekom SV Aachen III und dem Dritten KT Köln kämpft der MTV noch um den Aufstieg mit.

Quelle: RP
 
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