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Volleyball
Eine Statistik als Mutmacher

Erkelenzer Land. Volleyball: Von der Papierform her ist der Oberligist VC Ratheim nur in der Außenseiterrolle, wenn der ungeschlagene Tabellenzweite VC Freudenberg zu Gast ist. Doch die letzten drei Aufeinandertreffen haben die Ratheimer gewonnen. Von Hendrike Gierth

Im Sport - vor allem im Fußball - gibt es für fast alles eine Statistik: So halten Zahlenfüchse und Rechenkünstler nicht nur Erfolgs- und Negativbilanzen im Blick, es gibt auch Statistiken darüber, wie oft wer gewonnen hat, wenn er mal im Rückstand war, oder wie oft er noch nach einer 1:0-Führung verloren hat - die Liste ist unendlich verlängerbar.

Volleyballer bilden da keine Ausnahme - und so macht eine Statistik den Oberliga-Herren des VC Ratheim Mut, wo eher Hoffnungslosigkeit angesagt ist: Denn die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache für den Gegner. Der VC Freudenberg reist als ungeschlagener Tabellenzweiter nach Ratheim, hat in den ersten drei Partien drei Siege eingefahren und dabei nur einen Satz abgegeben. "Die waren schon in den Vorjahren immer eine starke Truppe, aber diese Saison scheint es noch besser zu laufen", sagt VC-Libero Markus Becker. Doch wie schon gesagt: eine Statistik macht den Ratheimern trotz ihres eigenen schlechten Saisonstarts Mut: Von den vier Aufeinandertreffen mit den Freudenbergern hat der VC drei gewonnen. Lediglich am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mussten die Ratheimer am Ende einer Marathon-Woche mit vier Spielen in sieben Tagen den Siegerländern den Vortritt lassen und verlor erstmals. "Offensichtlich liegen die uns", sagt Becker, "allerdings ist die Situation dieses Mal eine andere. Dieses Mal befinden wir uns nicht im Aufwind, sondern haben einen sehr schlechten Saisonstart hingelegt." Um den aus den Köpfen zu bekommen, haben die Ratheimer in der dreiwöchigen Spielpause viel gesprochen und noch intensiver gearbeitet. "Es herrscht schon ein bisschen Ratlosigkeit, warum wir nicht gewonnen haben. Deshalb ist es das wichtigste - wenn es schon nicht zum Sieg reichen sollte - ein vernünftiges Spiel abzuliefern, und den Kopf für die kommenden Aufgaben freizubekommen", kündigt Becker an. Gespielt wird morgen ab 16 Uhr in der Halle am Parkhof in Hückelhoven.

Bereits heute endet für die Oberliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV die knapp vierwöchige Spielpause. Erstmals seit dem Saisonauftakt am 17. September darf das Team von Trainer Bogdan Chudzik dabei wieder zu Hause ran, erwartet ab 19.30 Uhr TuSEM Essen in der Karl Fischer-Halle. Die Essenerinnen sind ein erfahrenes Oberligateam, das mit einer alten Bekannten in die Erka-Stadt kommt: Mittelblockerin Sarah Welters spielte jahrelang beim EVV, ehe es sie nach Essen verschlug, wo sie sich längst zur Stammspielerin entwickelt hat. Essen hat zwar bisher erst einen Sieg aus drei Partien eingefahren, den allerdings gegen den momentanen Spitzenreiter VTV Freier Grund. Die Erkelenzerinnen sollten also gewarnt sein, die Gäste nicht zu unterschätzen.

Quelle: RP
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