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Aus Den Vereinen
Einiges Stühlerücken in Beecks Vorstand

Wegberg. Gestern Abend in der "JHV" wurde Herbert Stevens nach zehnjähriger Vorstandsarbeit verabschiedet. Von Mario Emonds

Zu den charakteristischen Eigenschaften von Herbert Stevens zählt sein trockener Humor. Die vergangenen zehn Jahre dürfte er damit auch so manche Vorstandssitzung des FC Wegberg-Beeck gewürzt haben. Seit gestern Abend ist damit Schluss: Wie von ihm schon vor zwei Jahren bei seiner letzten Wiederwahl angekündigt, kandierte der 67-Jährige in der Jahresversammlung nicht mehr für das Amt des Geschäftsführers - und auch für kein anderes Amt: "Es ist jetzt genug. Diese zehn Jahre waren eine spannende Zeit mit vielen Erfolgen und Höhepunkten, nun soll mal ein Jüngerer ran."

Vorsitzender Günter Stroinski verabschiedete den langjährigen Weggefährten vor 43 Mitgliedern im Stadionzelt freilich ein wenig ungern: "Ich hätte gerne weiter mit Herbert zusammengearbeitet. Allzu viel sagen möchte ich jetzt auch nicht, weil er sich eine Laudatio ausdrücklich verbeten hat." Auf Stevens' wohl größtes Verdienst ging der FC-Boss dann aber doch kurz ein. Das war während der Beecker Chaostage im Februar 2009, als der Klub nach den kollektiven Rücktritten der Vorstandsmitglieder Wolfgang Loppe, Helmut Waldhaus und auch Stroinski plötzlich führungslos dastand. Als kommissarischer Vorsitzender übernahm Stevens, versuchte in zig Gesprächen, die Kuh vom Eis zu kriegen. Was gelang. "Er hat die Sache gekittet und mich davon überzeugt, den Vorsitz zu übernehmen", führte Stroinski nun aus.

Zum neuen Geschäftsführer wurde Geschäftsstellenleiter Thomas Klingen gewählt, bislang 2. Vorsitzender. Dessen Amt übernahm der bisherige Beisitzer Achim Wilms, neu als Beisitzer dabei sind Stefan Frühling (wird sich dabei um Marketing und die Stadionzeitung "Kleeblatt" kümmern) sowie Marc Kochs ("Chef" der Alten Herren).

Zuvor war Stroinski auf die sportliche Situation im Seniorenbereich eingegangen: "Trotz des Misserfolgs hat mir die Regionalliga-Saison auch Freude bereitet. In Aachen, Essen oder Wattenscheid zu spielen, hat Spaß gemacht. Und nächste Saison werden wir in der Mittelrheinliga auch wieder eine vernünftige Mannschaft stellen, die in der oberen Tabellenhälfte mitspielen sollte. Und die Reserve wird dann hoffentlich in der Bezirksliga spielen - mit vielen Eigengewächsen."

Das genaue Ausmaß präzisierte stolz Jugendleiter Horst Peschkes: "Zwölf der 16 Jugendlichen, die im Sommer aus unserer A-Jugend rauskommen, bleiben im Verein - vier in der Ersten Mannschaft, acht in der Zweiten. Das ist doch eine Riesenquote." 250 Kinder und Jugendliche kicken beim FC in 14 Jugendteams -sieben Teams davon spielen auf Verbandsebene. Peschkes: "Das gibt's in ganz NRW kein zweites Mal." Eine vom Vorstand vorgeschlagene Beitragserhöhung passierte problemlos: Jugendliche zahlen nun einen Jahresbeitrag von 72 Euro.

Eine Hiobsbotschaft überbrachte dagegen Teamchef Friedel Henßen: "Beim Donnerstagtraining hat sich Fabio Ribeiro einen Innenbandriss im Knie zugezogen - leider sogar mit Verdacht auf Kreuzbandriss."

Quelle: RP
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