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Danny Fäuster
Englische Wochen sind für uns sicher kein Vorteil

Danny Fäuster: Englische Wochen sind für uns sicher kein Vorteil
Danny Fäuster FOTO: FCWB
Erkelenz. Beecks stellvertretender Vize-Kapitän über die aktuelle Situation - und die grundsätzliche Schwierigkeit, mithalten zu können.

Das Spiel gegen Verl verlief ja wirklich ganz ähnlich wie das drei Tage zuvor gegen Essen - und endete auch mit dem gleichen Resultat.

Fäuster Ja, es gibt da in der Tat eine Menge Parallelen. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben die Bälle schnell verloren und sind in der ersten Halbzeit nur hinterhergelaufen. Unterschied zu Essen: Da lagen wir zur Pause schon 0:2 zurück - diesmal nur 0:1. Wie gegen RWE sind wir dann erneut gut in die zweite Halbzeit gestartet, kassieren dann aber ein ganz einfaches Tor zum 0:2. Danach wurde es natürlich schwer.

Um dem Spiel vielleicht doch noch eine Wende zu geben, sind Sie als kopfballstarker Akteur danach ins Sturmzentrum beordert worden - Sekunden später fiel aber auch schon das 0:3. Was haben Sie da gedacht?

FÄUSTER Dass sich diese Maßnahme richtig gelohnt hat. Im Ernst: Da war das Spiel natürlich gelaufen, hätte ich eigentlich wieder nach hinten gehen können. Aber für diese Position war ja extra Niklas Hunold eingewechselt worden. Da bin ich dann vorne geblieben.

Der Wille war dem Team auch gegen Verl nicht abzusprechen - an der Umsetzung haperte es aber gewaltig.

Fäuster Wille und Einsatz stimmten in der Tat zu 100 Prozent. Wir kämpfen immer bis zum Umfallen, daran liegt es mit Sicherheit nicht.

Spielt denn eine Rolle, dass es ein Amateurteam wie Beeck bei englischen Wochen im Allgemeinen und Spielen unter der Woche im Besonderen in dieser de facto Profiliga noch schwerer als schon ohnehin hat?

Fäuster Auf jeden Fall! Dass im Februar und März erst mal alle Spiele ausgefallen sind, war mit Sicherheit kein Vorteil für uns. Wenn wir abends von der Arbeit kommen und dann auf ausgeruhte Teams treffen, deren Akteure nichts anderes machen als Fußball spielen und sich den ganzen Tag auf dieses Spiel vorbereiten konnten, dann macht sich das auf Dauer eben schon bemerkbar. Ein persönliches Beispiel: Ich bin Polizist, habe nach dem Gladbach-Spiel am Karsamstag direkt danach und ebenso am Sonntag die Nachtschicht gehabt, bin Montagmorgen nach Hause gekommen, habe kurz geschlafen und dann direkt wieder die Spätschicht gemacht, um am Dienstag gegen Essen ja nur dabei sein zu können. Viel geschlafen habe ich da also nicht.

Wie beurteilen Sie auch daher die Chancen auf den Klassenerhalt?

FÄUSTER Wir werden uns wohl auf Platz 15 konzentrieren müssen, hoffen, dass der dann zum Ligaverbleib reicht. Dafür müssen wir die direkten Duelle in Bonn und Erndtebrück gewinnen und auch Kölns Zweite schlagen. Selbst das würde aber wohl noch nicht reichen. Dazu müssen wir auch mal überraschende Punkte holen, wie uns das in der Hinrunde mit dem 3:1 gegen Rödinghausen geglückt war - oder wie es aktuell Erndtebrück mit dem 4:0 in Wuppertal getan hat. (Schmunzelt:) Mir würde da auch schon ein 1:0 reichen. Es muss kein 4:0 sein.

Mario Emonds führte das Gespräch.

Quelle: RP
 
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