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Motorsport
Es wird eng bei der Mission Titelverteidigung

Hückelhoven. Motorsport: Hückelhovener Helmut Hess in Spa-Francorchamps beim Youngtimer-Festival zweimal Zweiter. Von Hans Groob

Natürlich hat die Mission Titelverteidigung für den Hückelhovener Rennfahrer Helmut Hess vor den zwei noch ausstehenden Läufen im September in Zandvoort/NL und im Oktober auf dem Nürburgring im Historic-Race-Cup nach wie vor Priorität. Aber es ist ungemein schwerer geworden, seit der 65-Jährige im Mai auf einen Einsatz in Oschersleben verzichten musste, was für die beiden dortigen Rennen kaum mehr einzuholende Nulleinträge brachte. Mit 69,36 Punkten liegt das Hückelhovener Team in der Klasse GO3 (Formula Ford 2000) deutlich hinter dem Dauerrivalen Roberto Cocciarelli (Neusitz), der mit 83,34 Zählern weit voraus liegt, sogar klassenübergreifend auf Rang zwei zu finden ist. Hier ist Helmut Hess immerhin noch Vierter. Gepunktet hatte Hess auf dem Hockenheim- und auf dem Nürburgring mit drei Klassensiegen und einem zweiten Platz. Aktuell ließ er in Spa-Francorchamps nun zwei zweite Plätze folgen.

Genau darin aber steckt das Überraschungsmomentum, ausgelöst von dem Frankfurter Stefan Krämer, den man mit seinem Reynard-Ford SF 84 nicht unbedingt auf der Rechnung haben musste, der aber schon in den Qualifyings hauchdünn (0,149 und 0,317 Sekunden) vorne lag. Erstaunen an der Box, wo neben Altmeister Karl-Heinz Darius der zwölfjährige Enkel Leon Hess für den verhinderten Thomas Brömmer aushalf. Dabei hatte Helmut Hess bei extrem schwierigen Verhältnissen auf den 7,003 Kilometern alles rausgeholt aus dem gelben Reynard-Ford SF 88 mit der Startnummer 326. Und die beiden Rennen waren dann ein Spiegelbild: Stefan Krämer wurde jeweils vor Hess gewertet, auf drei beide Male Roberto Cocciarelli. Fazit: Kommen Hess und Cocciarelli auch in den holländischen Dünen und zum Schluss in der "grünen Hölle" so eng über die Ziellinie, dann darf der Hückelhovener in sein Rekordbuch für die 49. Motorsportsaison "nur" den Vizetitel eintragen.

Quelle: RP
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