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Nachruf
FC trauert um Günter Wirtz

Nachruf: FC trauert um Günter Wirtz
FOTO: Frank Thelen
Erkelenz. Nach langer und schwerer Krankheit ist der Ehrenvorsitzende des FC Wegberg-Beeck Günter Wirtz im Alter von 73 Jahren gestorben. Von Mario Emonds

"Er war keiner, der große Töne spuckte. Er war ruhig, zurückhaltend, mit ganzem Herzen dabei und immer da, wenn er im Verein gebraucht wurde", charakterisiert ihn derjenige, der ihn im Verein wohl am besten kannte - sein Ehrenvorsitzender-Kollege Helmut Pappers.

1955 trat "Pelle", wie er in Beeck nur genannt wurde, in den damals noch SC Beeck heißenden Fußballverein ein. Er spielte für die Jugend, die Erste und Zweite Mannschaft, später für die alten Herren. Anfang der 70er Jahre übernahm er für zwei Jahre das Amt des Jugendleiters. Als sich 1977 in der Mitgliederversammlung niemand für das Amt des Vorsitzenden fand, erklärte sich Wirtz spontan dazu bereit - und blieb genau 20 Jahre lang im Amt. Drei Jahre zuvor, 1994, hatte er zusätzlich das Amt des Jugend-Geschäftsführers übernommen. Dazu fungierte er viele Jahre lang als eine Art Materialwart des Vereins, hütete das Equipment der Senioren- und Jugendteams wie seinen Augapfel. Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zeichnete ihn der Heimatverein Beeck 1997 mit dem Flachsmarktpreis aus. Vom Fußball-Verband Mittelrhein wurde Günter Wirtz mit der Goldenen Jugendleiternadel geehrt, vom Wegberger Stadtsportverband 2008 mit Urkunde und Ehrenteller.

Und genau wie Achim Stocker, der legendäre Vorsitzende des SC Freiburg, blieb auch Wirtz nicht selten den wichtigen Spielen "seines" Vereins fern - aus Nervosität. Stattdessen blieb er zuhause oder fuhr zu einem Spiel ohne Beecker Beteiligung - zum Beispiel nach Uevekoven. Pappers: "Günter Wirtz war ein Beecker durch und durch."

Quelle: RP
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