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Lokalsport
Für Senioren auf die Schulbank

Lokalsport: Für Senioren auf die Schulbank
Tordis Müller ist 52 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und Mitglied beim ASV Rurtal Hückelhoven. FOTO: JÜRGEN LAASER
Hückelhoven. Die 52-jährige Tordis Müller will sich beim Herbstgold-Projekt qualifiziert ausbilden lassen. Von Anke Backhaus

Tordis Müller erinnert sich gut an den Sportunterricht zurück. "Das habe ich gehasst. Vor allem das Schwimmen. Da stand man immer so lange an in der Kälte." Jahre später kann sie sich ein Leben ohne Sport, ohne regelmäßige Bewegung nicht mehr vorstellen.

Tordis Müller ist heute 52 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern. Sie versteht sich gut mit Gertrud Hopfenbach, der umtriebigen Vorsitzenden des ASV Rurtal Hückelhoven. Und Gertrud Hopfenbach hat das Potenzial von Tordis Müller längst erkannt: Die 52-Jährige will sich nun zur Übungsleiterin ausbilden lassen, genauer gesagt interessiert sie das Projekt Herbstgold des Kreissportbundes Heinsberg.

Es ist schon mehr als zwei Jahre her, als Margit und Mathias Vonderbank, zwei Fachkräfte des Kreissportbundes, das Projekt angestoßen haben. Der Hintergrund war, auf den demografischen Wandel zu reagieren und die Generation 50 plus anzusprechen. Bei Herbstgold werden qualifizierte Übungsleiter ausgebildet, um später in Sportvereinen oder anderen sportlichen Angeboten die Sportbegeisterten im fortgeschrittenen Alter anzusprechen.

Genau das kann sich Tordis Müller sehr gut vorstellen. Angesprochen auf ihr Programm, das sie sich als Ausgleich zu ihrem Beruf als Diplom-Kauffrau (studiert hat sie Wirtschaftswissenschaften) genehmigt, holt sie weit aus: "Ich bin Mitglied des ASV Rurtal Hückelhoven und walke dort. Dazu mache ich Gymnastik, schwimme regelmäßig, rudere in Neuss und segle auch. Man fühlt sich doch klasse, wenn man sich in Kombination mit bewusster Ernährung bewegt." Klar, Genuss sei auch wichtig, "aber eben in Maßen". Zum zweiten Mal hat sie kürzlich die Anforderungen zum Deutschen Sportabzeichen erfüllt und das Sportabzeichen in Gold bekommen.

Ihre eigene Generation und die Menschen, die noch älter sind, nimmt Tordis Müller als aktiv wahr. "Die Frage muss aber gestellt werden, was diese Generation möchte. Es gibt die Menschen, die gerne etwas in der Gruppe machen, es gibt die, die richtig powern wollen, es gibt die, die beim Sport gerne in der Natur sind." Für sie selbst ist Sport zu treiben und dabei die Natur zu genießen eine wunderbare Sache: "Nehmen wir als Beispiel das Rudern. Hier war ich schon bei Rudertouren unterwegs, die mich beispielsweise an die See oder nach Berlin geführt haben." Die Erlebnisse dabei seien hervorragend gewesen.

Wenn sie die Ausbildung durchlaufen hat, ist sie offen für das, was dann kommt. "Ich habe sicherlich noch keine konkreten Pläne, jedoch die ein oder andere Vorstellung, was man umsetzen kann." Weil sie sich derzeit auch zum Weight Watchers-Coach ausbilden lässt, kann sie sich eine Verbindung aus Sport und Ernährung vorstellen. "Ich lasse die Entwicklung aber auf mich zukommen."

Quelle: RP
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