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Triathlon
Gänsehautfeeling als Motivationsspritze

Triathlon: Gänsehautfeeling als Motivationsspritze
Gut gerüstet: Jörg und Daphne Schuhmachers freuen sich auf die Herausforderung in Roth. 180 Kilometer wird das Ehepaar aus Wegberg auf seinen Rennmaschinen zurücklegen. Zuvor werden 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal geschwommen und zum Abschluss 42,195 Kilometer gelaufen. FOTO: JÜRGEN LASSER
Wegberg. Daphne und Jörg Schuhmachers aus Wegberg starten morgen beim Triathlon in Roth. Vor dem Ehepaar liegen 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss ein Marathon. Von Hendrike Gierth

Roth ist jedem Triathleten ein Begriff - es ist seit mehr als drei Jahrzehnten die europäische Triathlon-Hochburg. Mit rund 3400 Einzelstartern und 650 Staffeln aus über 70 Nationen, einem Top-Starterfeld und rund 260.000 Zuschauern wird die Challenge Roth auch morgen wieder die weltgrößte Triathlon-Veranstaltung auf der Langdistanz sein. Neben 23.000 Bananen, 22.000 Litern Wasser, 40.000 Schwämmen und allen möglichen anderen Energiespendern und Durstlöschern werden rund 7000 Helfer dafür sorgen, dass bei der Challenge alles reibungslos funktioniert.

Und genau diese Professionalität und diese besondere Stimmung am Streckenrand durch die Zuschauer sind es, die auch Daphne (44) und Jörg Schuhmachers (40) aus Rath-Anhoven nach Roth ziehen. "Roth ist eine einmalige Veranstaltung, dort zu starten verursacht einem ein Gänsehautfeeling", sagt Jörg Schuhmachers, "da wird jeder bejubelt - und diese besondere Atmosphäre wollen wir genießen."

Obwohl genießen in diesem Zusammenhang nur schwer vorstellbar ist denn, bei diesem Langdistanz-Triathlon müssen die Sportler 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal schwimmen, anschließend 180 Kilometer durch Mittelfranken Rad fahren und danach noch einen Marathon mit einer Länge von 42,195 Kilometern laufen. Zwar gilt der Kurs in Roth als sehr schnelle Strecke - Top-Athleten bewältigen die gesamte Distanz in unter acht Stunden - doch die letzten Hobbysportler kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22.30 Uhr ins Ziel. "Oberste Priorität ist, gesund ins Ziel zu kommen - denn so ein Tag ist extrem lang und es kann so viel passieren", sagte Daphne Schuhmachers, "aber natürlich geht es auch darum, die Zeiten aus dem Vorjahr zu verbessern." Damals absolvierte das sportbegeisterte Ehepaar seine erste Langdistanz im Mekka des Triathlons, nun soll die zweite an gleicher Stelle folgen. Richtzeiten sind für das Paar, das für den Dülkener SV startet, 9:14 Stunden für ihn und 10:58 Stunden für sie. Und um die zu verbessern, haben sich die beiden intensiv in den vergangenen Monaten vorbereitet. Bis zu sechs Tage in der Woche wird trainiert, dabei versucht Daphne Schuhmachers, die sich um die Trainingssteuerung kümmert, alle drei Disziplinen mindestens zwei Mal zu berücksichtigen. Seit Anfang des Jahres haben die Schuhmachers so über 4000 Kilometer auf dem Rad absolviert, sind 850 Kilometer gelaufen und haben etwa pro Monat 20 bis 25 Kilometer im Wasser verbracht. "Wir genießen es, zusammen zu trainieren", sagt das Paar.

Morgen ist allerdings jeder auf sich alleine gestellt: Während Jörg Schuhmachers mit der Startnummer 257 um 6.40 Uhr startet, folgt seine Frau Daphne mit der Nummer 854 rund 15 Minuten später, so dass sich die beiden auf der Strecke wohl nicht begegnen werden. Obwohl für Daphne Schuhmachers die Paradedisziplin gleich nach dem Schwimmen folgt. "Sie ist eine extrem gute Radfahrerin", sagt Jörg Schuhmachers über seine Frau, "im Vorjahr war sie unter den Top 30 Frauen in Roth". Seine Stärken liegen unterdessen eher beim Laufen.

Heart-Racer-Team: Daphne Schuhmachers kämpft morgen nicht nur gegen die Uhr, sondern auch für das Projekt Heart-Racer. Dieses Team möchte Kindern mit Behinderung und krebskranken Kindern ermöglichen, Sport zu treiben und auch an Wettbewerben teilzunehmen. Infos unter: www.heart-racer.org

Quelle: RP
 
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