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Golf
Heftiges Unwetter führt zum Turnierabbruch

Golf: Heftiges Unwetter führt zum Turnierabbruch
Abgebrochene Äste versperrten den Golfern die Wege - an ein Weiterspielen, war bei besten Willen nicht zu denken. FOTO: Harry Hamdan
Wegberg. Golf: Beim Golf- und Landclub Schmitzhof flüchteten am Sonntag die Bundesliga-Damen und Regionalliga-Herren ins Vereinsheim. Von Hendrike Spaar

Es sollte ein gepflegter Sonntagnachmittag auf sportlich höchstem Niveau werden: Beim Golf- und Landclub Schmitzhof waren die Bundesliga-Damen und Regionalliga-Herren aus ganz Deutschland zu Gast, um den Sieger ihrer Ligen auszuspielen. Doch es sollte ganz anders kommen. Gegen kurz vor 15 Uhr waren erste dunkle Gewitterwolke am Himmel zu sehen, das erste ferne Donnergrollen folgte nur kurze Zeit später. Zu dieser Zeit befanden sich die Flights noch bei sommerlichen Temperaturen auf ihrer Runde, fast alle Löcher waren belegt und die Spieler kämpften um jeden guten Abschlag, Annäherungsschlag und Putt. Und noch war die Hoffnung groß, trockenen Fußes die Runde zu beenden.

Zur gleichen Zeit wurde diese Hoffnung im Vereinsheim bei Stefan Andernacker allerdings immer kleiner. Der Spielleiter beobachtete auf seinem Computermonitor ein Unwetterradar auf dem fast minütlich neuste Meldungen angezeigt wurden - und auf dem gleich drei Gewitterzellen Richtung Merbeck auf dem Weg waren. "Die kommen aus Richtung Frankreich und Belgien", sagt Andernacker, "und die werden uns treffen."

Deshalb blieb nur eine Lösung übrig: Um 15.10 Uhr ertönte über den ganzen Platz ein lautes Heulen - das Unwetterwarn-Signal, das bedeutet das Spiel sofort abzubrechen und sich im Vereinsheim in Sicherheit zu bringen. Und während die Spieler im Laufschritt dieser Warnung nachkamen, kamen die dunklen Gewitterwolken immer näher und entluden am Horizont schon mal einen Teil ihrer nassen Fracht. Was sie alles im Gepäck hatten, das bekamen die Golfspieler und Merbecker dann wenige Augenblicke später mit voller Wucht zu spüren: Heftige Windböen, Starkregen und Hagelkörner peitschten durch die Luft, rissen Blätter ab, knickten Bäume um und sorgten für zahlreiche Dellen auf den Autodächern. "So was habe ich noch nicht erlebt", sagte Harry Hamdan, Pressesprecher des Schmitzhof, der mit seiner Kamera das Unwetter und die Schäden festhielt. Etwa 20 Minuten lang wütete das Unwetter über dem Golfplatz, danach verzog es sich so schnell, wie es gekommen war.

An ein Weiterspielen, war allerdings nicht mehr zu denken: Nicht nur, dass einige der Grüns unter Wasser standen, auch hatte der Wind Bäume entwurzelt und Äste abgenickt, die nun auf den Fairways lagen. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Golfcar über die Anlage lautete somit das Fazit der Spielleitung gegen 16 Uhr: "Hier kann heute nicht mehr weitergespielt werden - das Turnier wird abgebrochen", sagte Stefan Andernacker.

Quelle: RP
 
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