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Heyers 550 PS-Flügeltürer mit Safety Car eingebremst

Motorsport: Heyers 550 PS-Flügeltürer mit Safety Car eingebremst
Kenneth Heyer - der Wegberger steuerte auf dem Nürburgring den Flügeltürer mit dem Stern auf der Frontschürze. FOTO: PRIVAT
Wegberg. Motorsport: Es hatte am Nürburgring nicht alles gepasst bei dem 6,2 Liter und cirka 550 PS starken Boliden. Von Hans Groob

Um beim Saisonfinale der Blancpain Endurance Serie, gefahren auf der Nordschleife des Nürburgrings, beim Angriff auf die Spitze nichts unversucht zu lassen, hatte sich Rowe-Racing aus Worms mit dem Wegberger Langstreckenspezialisten Kenneth Heyer knallharte Verstärkung geholt. Der 35-Jährige hatte zuletzt spektakulär auf sich aufmerksam gemacht, als er in Zolder das 24-Stunden-Rennen zum dritten Mal am Steuer eines Porsche 991 als umjubelter Gesamtsieger beendete und nur acht Tage später bei den 24 h von Barcelona in einem Mercedes Benz SLS AMG GT3 auf Platz zwei abgewunken wurde.

Nun steuerte er auf dem "Ring" den Flügeltürer mit dem Stern in der Frontschürze mit dem Ziel, die Teamkollegen Nico Basten, Stef Dusseldorp und Daniel Juncadella im Schwesterauto mit der Startnummer 99 nach hinten abzusichern, um so doch noch aufs Siegertreppchen zu fahren. Winzig war für Rowe auch noch die Teamchance.

Doch es kam anders für die erfahrenen Racer: Das Trio mit der Minimalchance auf das Podest kam nach 88 Runden nur auf Rang 19 ins Ziel, während Kenneth Heyer, der sich am Steuer mit dem Spanier Miguel Toril (24) und dem blutjungen DänenNicolai Sylvest (18) abgewechselt hatte, die karierte Flagge als 15. sah. Es hatte nicht alles gepasst bei dem 6,2 Liter und cirka 550 PS starken Boliden. Entscheidend zurück fiel der Mercedes von Heyer/Toril/Sylvest in einer Safetycar-Phase, "denn diese kostete uns sieben Plätze" bilanzierte der Wegberger Unternehmer, für den "sonst ein Top-10-Rang möglich gewesen wäre".

Unterm Strich eine Situation, die im ersten Moment sicherlich verärgert, aber wegen äußerer Renneinflüsse kaum zu verhindern war. Und deshalb schnell abgehakt wird, schließlich folgt eine neue Chance im nächsten Rennen. Die gibt es für Kenneth Heyer schon am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) beim 8. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, wo er beim Vier-Stunden-Rennen einen Mercedes SLS des Teams Car Collection aus Walluf im Rheingau durch die "grüne Hölle" treiben wird.

Quelle: RP
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