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Motorsport
In Zandvoort nach Silber und Gold nun Bronze

Wegberg. Motorsport: Kenneth Heyer war für das schweizer Hofor-Racing-Team bei Zwölf-Stunden-Rennen gleich in zwei Mercedes aktiv. Von Hans Groob

Was es an dem Wegberger Langstreckenspezialisten Kenneth Heyer hat, das weiß das schweizerische Hofor-Racing-Team nun schon seit mehreren Jahren zu schätzen. Nicht von ungefähr vertraut es ihm immer mal wieder in einem Rennen die angepasste Sitzschale in gleich zwei PS-Boliden an.

So auch bei den Hankook-Zwölf-Stunden in Zandvoort, das zur immer beliebter werdenden, europaweit von der niederländischen Creventic BV organisierten 24-Stunden-Serie gehört. Für die Hofors landete der Mercedes SLS AMG GT3 mit der Startnummer 10 am Ende hinter einem Porsche 991 GT3 R (368 Runden) und einem Aston Martin Vantage GT (364 Runden) weitere vier Runden zurückliegend auf dem dritten Rang. Damit hatte Hofor-Racing in Zandvoort zum dritten Mal in Folge einen Platz auf dem Podium, nach Rang zwei im Jahr 2014 und dem Sieg in 2015.

Neben Kenneth Heyer wurde das 6,2-Liter-Gefährt noch von den Schweizern Chantal und Michael Kroll, dem Niederländer Christian Frankenhout und dem gebürtigen Duisburger Lance-David Arnold gesteuert. Auf Rang 15 sah die Hofor-Nr. 9 mit den Kolls, Heyer, dem Dürener Bernd Küpper und dem Schweizer Roland Eggimann das Ziel.

In der zweigeteilten Zwölf-Stunden-Distanz (drei am ersten und neun am zweiten Tag) lief es glänzend für beide Autos. Kenneth Heyer war Startfahrer in der "9", pflügte sich von der 15 mit präzisen, mit in der Klasse Pro-Am geforderten 1:45er-Rundenzeiten weit nach vorne, Chantal Kroll (beste Serien-Dame 2015) fuhr im letzten Stint sogar an die Spitze. Die Startnummer "10" rollte auf Platz vier in den Parc Fermé. An der Hofor-Box waren alle sehr zufrieden.

Eine Rennszene löste dann schon sehr früh im zweiten Rennteil Hochgefühle aus: Beide Hofor-Mercedes fuhren im Renntempo an der Spitze liegend durch die berühmte Tarzanbocht, der Rechtskurve kurz nach dem Start. Die Träume für die "9" platzen bald, als Kenneth Heyer nach 50 Minuten an die Box musste, weil sich an der Lichtmaschine das Treibrad verabschiedet hatte. Ein Wechsel kostete 30 Minuten - aber auch das Rennen, das doch sehr nach einer guten Chance auf Platz eins gerochen hatte. Also musste die Nummer 10 für die Mission Titelverteidiger die Kohlen aus dem Feuer holen. Aber auch hier gab es eine Hiobsbotschaft, denn der neue Tank entlüftete nicht richtig. Und das kostete bei jedem Besuch der Zapfsäule viel Zeit. Doch es reichte so gerade noch fürs Treppchen, denn der viertplatzierte Mercedes AMG mit der Nummer 30 rückte Kenneth Heyer, der den finalen Stint fuhr, bis auf eine Runde auf das Rücklicht. Versteht sich von selbst, dass die Siegerehrung in Zandvoort besonders ausgelassen gefeiert wurde. Auch wegen des einmaligen Ambientes bei hochsommerlichen Temperaturen am nahen Nordseestrand bei einer Beachparty.

Quelle: RP
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