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Motorsport
Jörg Müller vom "Ring" gleich weiter nach Japan

Kreis Heinsberg. Motorsport: Bei der Langstreckenmeisterschaft Dritter, in Nippon nur ein Pünktchen. Bei Alex Lambertz gingen die Lichter an - Ausfall. Von Hans Groob

Zur Saisonhalbzeit, also nach fünf von zehn Rennen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, ist der Audi R8 LMS das tonangebende Fahrzeug mit vier Gesamtsiegen. Einzig der vom Hückelhovener Jörg Müller gemeinsam mit Jesse Krohn (Finnland) und Marco Wittmann (Fürth) im Wechsel gesteuerte BMW M6 GT3, eingesetzt von Schubert Motorsport, durchbrach in Lauf drei die Vorherrschaft der Ingolstädter. Und das geschah am 15. Mai zudem erdrückend, denn es flogen gleich drei M6 an der Spitze liegend über die Ziellinie. Der neu aufgebaute Bolide aus der Münchener Motorenschmiede mischte danach in der Hand von Jörg Müller sowie Jesse Krohn und dem Schweden Victor Bouveng (nun Walkenhorst Motorsport) auch weiterhin in der Spitzengruppe mit - Platz fünf in Rennen vier und nun sogar das Podium mit Rang drei. "Das war echter Kampf, mussten wir uns doch in den vier Rennstunden von einem schwächeren Qualifying von Position elf vorarbeiten", resümiert Jörg Müller. Der reiste unmittelbar nach der Siegerehrung nach Tägerwilen (Schweiz), packte frische Wäsche ein und machte sich auf den Weg nach Japan. Dort fuhr der 46-Jährige am Wochenende gemeinsam mit dem Lokalmatador Seiji Ara den BMW M6 GT3 mit der Startnummer 7 im Sugo Sportslandpark beim 300 Kilometerrennen der japanischen Super GT-Serie. Doch es lief nicht rund: Im Qualifying nur Position 17 in 1:19.331 Minuten, im Rennen dann immerhin bester BMW auf Rang zehn. Fehlte Jörg Müller auf der Rennpiste ein wenig das Tempo, hatte er später doch noch einen Geschwindigkeitsrausch: Der 300 km/h-Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen brachte ihn von Sugo nach Tokio zum Flieger in die Motorsport-Sommmerpause.

Beim fünften Lauf der VLN-Langstreckenserie auf dem Nürburgring war auch Leipert-Motorsport aktiv, coachte das Toyota-Team Thailand, dessen Altis mit den Startnummern 281 und 282 nach Mittelfeld-Quali schließlich auf Position vier und Platz fünf der Klasse SP3 nach den schnellsten Rundenzeiten der vergangenen drei Jahre abgewunken wurden. Teamchef Ingo Leipert: "Das ist das Ergebnis kontinuierlicher Weiterentwicklung der Fahrzeuge." Diese gehen jetzt als Ausstellungsstücke für Automessen und Toyota-Ehrungen in Thailand und Japan zurück nach Südostasien, ehe sie dann im Winter wieder bei Motorsport Leipert in Rath-Anhoven auf die Saison 2017 getrimmt werden.

Auf dem "Ring" im Einsatz war auch Youngster Alex Lambertz aus Dremmen, der gemeinsam mit Marc Ehret einen BMW M 235i Racing Cup für Walkenhorst Motorsport um die Nordschleife trieb. Nach acht Runden lag die Startnummer 671 auf dem vierten Klassenrang, um dann im Kampf um einen Podiumsplatz bei Anfahrt auf die Hohe Acht wegen eines technischen Defekts aufzugeben. Ein enttäuschter Alex Lambertz: "Knapp fünf Kilometer vor der Box blinkten auf einmal einige Lampen in meinem Cockpit auf. Das ist extrem bitter, gerade wenn du in einer so aussichtsreichen Position gelegen hast."

Quelle: RP
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