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Motorsport
Jörg Müller zeigt auf Slicks, dass er ein echter Profi ist

Erkelenz. HÜCKELHOVEN/JAPAN (h.g.) "Sore wa subarashî rçsudeshita - das war ein echt geiles Rennen", bilanzierte der Hückelhovener Rennfahrer Jörg Müller in japanisch-deutsch den siebten der acht Wertungsläufe zur japanischen Super-GT-300-Serie, der ihm gemeinsam mit seinem japanischen Freund Seiji Ara am Steuer eines BMW Z4 GT3 auf der Autopolis-Rennstrecke mit Rang drei einen der heiß begehrten Plätze auf dem Siegerpodest einbrachte.

Der war nach dem Qualifying nicht unbedingt zu erwarten gewesen, hatte das Team von "Studie-BMW-Z4" doch nur den zwölften Rang erreicht. Wieder einmal zeigte sich, dass der BMW auf einer gezeiteten Runde nicht das schnellste Auto war, aber über die Distanz von 60 Runden konstant gut fuhr. Was wohl auch dran lag, dass der 4,4-Liter-Bolide die Reifen nicht so stark beanspruchte wie das bei den meisten der 26 Mitbewerber der Fall war. Zudem steckte der Z4 das Handicap-Gewicht von 34 Kilogramm relativ gut weg, wie das aber auch der mit 41 Kilogramm belastete Sieger-Nissan GT-R Nismo in den gefahrenen 1:51:17,185 Stunden tat. Der zweitplatzierte Nissan mit den Serienführenden Andre Cuoto/Katsumasa Chiyo hatte bei immerhin 74 Kilogramm Zuladung nur 3,628 Sekunden Rückstand. Jörg Müller/Seiji Ara kamen nach 45,102 Sekunden Rückstand als Dritte ins Ziel und liegen vor dem Serien-Finallauf in 14 Tagen in Motegi mit 45 Wertungspunkten nun auf dem sechsten Rang. In der Teamwertung ist es gar Rang vier.

Den Startturn auf dem 4,673 Kilometer langen Asphaltband, dessen Höhenunterschiede in Autopolis alle Pferdestärken abrief, fuhr bei BMW Sports Trophy Seiji Ara, der hellwach bis auf Rang acht steuerte. Kurz vor dem Fahrerwechsel fing es dann an, leicht zu regnen. Jörg Müller und das Team entschieden sich dennoch für Slicks: "Ich habe mir dann aber doch ein wenig in die Hose gemacht, als ich plötzlich die Scheibenwischer anmachen musste", grummelte der auf der schweizer Bodenseeseite lebende Hückelhovener. Aber im Rennen kam er immer besser zurecht, "schnupfte einen nach dem anderen auf". Um es genau zu sagen, am Ende waren es fünf Konkurrenten. Der Lohn - Rang drei. Doch Jörg Müller wäre nicht Jörg Müller, wenn er nicht an sein Team denken würde: "Das war eine große Herausforderung mit Spannung und Zweikämpfen, genau deshalb liebe ich den Motorsport. Dass ich wie magisch durch das Feld fliegen konnte wie ein heißes Messer durch die Butter, verdanke ich aber auch meinem Team um Direktor Yasuaki Suzuki. Arigatou - danke."

Quelle: RP
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