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Leichtathletik
Jonas Hanßen erneut Deutscher Hochschulmeister

Kreis Heinsberg. In diesem Jahr fanden die deutschen Hochschulmeisterschaften der Leichtathletik im ostwestfälischen Paderborn statt. Im Ahorn-Sportpark, der sportlich zweiten Heimat des SC Myhl LA, kämpften rund 450 Athleten um Titel und Platzierungen. Von Jules Reinecke

Zum Wettkampfbeginn, startete Jonas Hanßen über 400 m Hürden. Er war als Titelverteidiger angereist und wollte diesen Titel auch wieder mit in die Heimat nehmen. Im zweiten von zwei Läufen auf Bahn zwei startend lief er bis zur sechsten Hürden ein nahezu perfektes Rennen. Die sechste Hürde allerdings wurde ihm fast zum Verhängnis, da er sie mit dem Nachziehbein voll erwischte und er fast gestürzt wäre. Nur mit Anstrengung und Geistesgegenwart konnte er den Sturz vermeiden und setzte das Rennen fort. Am Ende blieb die Uhr bei 51,49 sec, seiner zweitbesten in diesem Jahr gelaufenen Zeit, stehen. Die Zeit des zweitplatzierten Robert Elß von TU Chemnitz (53,17 sec) zeigt, wie groß der Abstand gewesen ist.

Hanßens Vereinskameraden Frederik Ruppert (wie Hanßen für die DSHS Köln am Start) und Hannes Vohn (RWTH Aachen) nahmen erstmals an den Hochschulmeisterschaften teil. Beide starteten über 1500 m und gaben ebenfalls eine hervorragende Visitenkarte ab. Im ersten von zwei Läufen startete Hannes Vohn, der von Beginn an das Heft in die Hand nahm. Bis ca. 1100 m führte er das Feld an, bevor zwei Konkurrenten an ihm vorbeizogen. Doch mit Kampfgeist holte er sich die Führungsposition zurück und gewann mit der neuen Bestzeit von 4:02,39 min. Damit belegte er im Endklassement einen starken vierten Rang. Auch Ruppert gab im zweiten Lauf lange Zeit den Ton an und führte das Feld fast drei Runden lang an, ehe ihn drei Läufer passierten. Doch das ließ auch Ruppert sich nicht gefallen und zeigte auf den letzten 300 m sein Kämpferherz. Mit einem Spurt, der einem Dreistufenplan glich, steigerte er das Tempo. Zwei der drei enteilten Konkurrenten holte er wieder ein und belegte noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen zweiten Platz. Mit 3:56,20 min erzielte auch er eine neue Bestzeit, die gleichzeitig neuen Vereins- und Kreisrekord bedeutet. Wie knapp die Angelegenheit war, zeigt die Zeit des Drittplatzier-ten René Menzel (DHBW Mos-bach), der 3:56,24 min notierte.

Dass das Myhler Trio Hanßen/Ruppert/Vohn mit seinen Leistungen gleichzeitig auch die Normen für die Deutschen Meisterschaften erfüllte, ist ein weiteres Indiz für seine Leistungsstärke.

Quelle: RP
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