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Leichtathletik
Jonas Hanßen verpasst den EM-Finaleinzug als Neunter knapp

Leichtathletik: Jonas Hanßen verpasst den EM-Finaleinzug als Neunter knapp
Bei der U 23-EM: Jonas Hanßen nach seinem Vorlauf. FOTO: PETER HANSSEN
Erkelenz. Leichtathletik: Bei der U 23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz fehlen dem Erkelenzer am Ende zwei Zehntelsekunden. Von Hendrike Gierth

Der ganz große Wurf blieb Jonas Hanßen zwar verwehrt, doch trotz seines Ausscheidens im Semifinale über 400 Meter Hürden bei der U 23-Europameisterschaft in Polen zog der 22-Jährige ein positives Fazit nach dem Lauf am Samstag: "Schade, mit Saisonbestleistung und Platz neun knapp am Finale vorbei. Die anderen waren heute halt besser. Ich habe alles gegeben. Danke fürs Daumen drücken", schickte Hanßen Grüße in die Heimat und tröstete sich gleichzeitig selbst: "Jetzt gehe ich erst einmal ein bisschen mit der Family meinen Geburtstag feiern."

Im ersten Halbfinale lief Hanßen im polnischen Bydgoszcz auf Bahn vier einen technisch sauberen Lauf und belegte am Ende in 50,67 Sekunden den fünften Rang. Damit hätte im zweiten Semifinale niemand mehr schneller sein dürfen, da nur jeweils die ersten Drei der Läufe und die beiden Zeitschnellsten weiterkamen. Doch der zweite Lauf war der schneller und Jonas Hanßen fehlten am Ende zwei Zehntelsekunden zum Einzug ins Finale. "Es war Jonas' drittbeste Zeit überhaupt. Bei der letzten U 23-EM wäre er mit dieser Leistung im Finale gewesen", resümierte sein Heimtrainer Harald Eifert, "wenn eine Saisonbestleistung nicht ausreicht, dann zeigt das, wie stark das Niveau geworden ist." Neuer Europameister der U 23 wurde der Top-Favorit Karsten Warholm aus Norwegen, der im gestrigen Finale bei seinem Sieg mit 48,37 Sekunden einen neuen U 23-EM-Rekord aufstellte. Auf den weiteren Podestplätzen folgten der Schweizer Dany Brand (49,14) und Ludvy Vaillant aus Frankreich (49,31). "Für Jonas geht mit dem Start bei der U 23-Europameisterschaft eine sehr gute Saison zu Ende, die ihn erstmals auf einem sehr guten Gesamtniveau gezeigt hat, wo sich die besten fünf Rennen nur innerhalb von vier Zehntelsekunden befanden", resümierte Eifert, "mit den Auftritten bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft, der U 23-DM und den Deutschen Meisterschaften in Erfurt hinterließ er den gewohnt starken Eindruck."

Bevor im Oktober die Vorbereitung auf die neue Saison startet - deren Höhepunkt soll die Europameisterschaft in Berlin sein - stehen jetzt erstmal eine paar ruhige Tage an, ehe ein achtwöchiger Bundeswehrlehrgang in Hannover auf dem Plan steht.

Quelle: RP
 
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