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Lokalsport
Kämpfen, Mädels

Erkelenz. Am Spielfeldrand in der Neusser Halle an der Weingartstraße wurde gestern Abend ausgiebig gefachsimpelt. Gemeinsam mit einigen seiner Spielerinnen nahm EVV-Coach Rudi Ritz den MTV Köln II und die DJK Rheinkraft Neuss ganz genau unter die Lupe. Es wurden Spielzüge analysiert, Strategien entwickelt und Stärke und Schwächen der beiden Teams aufgedeckt. Von Hendrike Spaar

Denn heute und morgen geht es für die Volleyballerinnen des Erkelenzer VV um alles: In zwei Relegationsspielen kämpft das junge Team aus der Erka-Stadt gegen Köln und Neuss um den Verbleib in der Verbandsliga - und nur der Beste der Relegation erhält den letzten freien Platz. "Ich bin davon überzeugt, dass wir in den letzten Spielen der Meisterschaftssaison genügend Selbstvertrauen getankt haben, um den Klassenverbleib zu schaffen", sagt Ritz.

Zehn Siege haben die Erkelenzerinnen in der regulären Spielzeit eingefahren - ein Wert, der eigentlich zum direkten Klassenerhalt hätte reichen müssen. Doch da die Mädels viele ihrer Siege erst im Tiebreak einfuhren - und so nur zwei anstatt drei Punkte auf das Konto gingen - muss der EVV nun in die Relegation, während KT Köln (sieben Siege), MTV Köln und SG Aachen (je neun) die Saison bereits beendet haben. "Es wäre schon sehr ärgerlich, wenn wir nach dieser Saison doch noch absteigen müssten und wir so um die Früchte unserer Arbeit gebracht würden", sagt Ritz.

Doch daran denkt im Lager der EVV-Volleyballer niemand - vielmehr wollen die Mädels mit Vollgas in der Liga bleiben: "Wir werden von Beginn an versuchen, das Spiel zu gestalten und mit druckvollen Angriffen und Aufschlägen den Gegnern den Schneid abkaufen", erklärt Ritz. Eine Marschroute, die auch schon im Vorjahr zum Erfolg geführt hat. Damals stand Ritz mit der Reserve des EVV in der Relegation und schaffte den Verbleib in der Bezirksliga. Mit von der Partie waren da auch Linda Mademann, Evi Herrmann und Jessica Kaiser, die auch jetzt im Kader stehen. "Man darf gar nicht erst den Fehler machen, den Gegner ins Spiel kommen zu lassen", sagt Ritz.

In der Vorbereitung auf die beiden Spiele haben die Erkelenzerinnen noch mal Wert auf ihren Angriff gelegt und sich spielstarke Gegner für zwei Vorbereitungsspiele eingeladen. In der Partie gegen den Oberliga-Dritten TSV Bayer Dormagen stieß der EVV zwar teilweise an seine Grenzen, doch gegen den Tabellenfünften der Landesliga Mönchengladbacher TV wurde noch mal einiges ausprobiert. "Beide Spiele waren genau das Richtige für uns", erklärt Ritz, "wir haben noch einige Erkenntnisse gewonnen und uns weiter verbessert." Nicht mit von der Partie war dabei Zuspielerin Melanie Krohn, die sich eine dicke Erkältung eingefangen hat und hintern deren Einsatz noch ein Fragezeichen steht.

Quelle: RP
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