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Motorsport
Kaum noch Zeit, den Rennoveral zu waschen

Hückelhoven. Motorsport: Der BMW-Werksfahrer Jörg Müller hat Marketingtermine und Rückreisestress.

Zwar liegen zwischen dem sechsten (in Sugo) und dem vorletzten Lauf der japanischenSuper-GT-300-Serie am kommenden Wochenende auf dem Racingcircuit von Autopolis (in der Nähe von Kumamoto) fast sechs Wochen Pause, doch die sind für den in Tägerwilen in der Schweiz in der Nähe des Bodensees lebenden Hückelhovener BMW-Werksfahrer wie im Flug (was zeitweise auch real stimmt) vergangen. Nach Marketingterminen und Rückreisestress aus Fernost war es zunächst ein von Hand gemaltes Bild, das dem erfahrenen Racer, Spaß und Freude bereitete und beim Krafttanken half. Der kleine Fan Yoma aus Japan hatte ihm viel Glück und Erfolg gewünscht und mitgeteilt, dass ihm der Besuch in der BMW-Motorwelt in München sehr gefallen habe. Den Kopf frei bekam der 46-jährige Rennfahrer schließlich bei einer Intensivwanderung, die ihn gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Susanne Kerschreiter oberhalb Merans über den Alpenklassiker "Ifinger Südwestgrat" führte, wo es aber ohne Einkehr in die "Ifinger Hütte" nicht ging.

Ohne schnelle BMW-Modelle (der neue 635 GT3 oder DTM-Modelle) "unterm Hinter" ging es aber nicht. Das nennt man dann Präsentation oder Renntaxi-Fahrten im Werks-Auftrag für Kunden und Fans am Hockenheimring, in der Motorsport-Arena Oschersleben oder beim "Drive like Bruno" (Spengler) auf dem Lausitzring.

Dazwischen lag dann "reines Vergnügen" fernab hunderter PS: Ein Kurztripp führte Jörg Müller auf Mallorca, wo das traditionelle Gokart-Rennen "24 Stunden Mallorca" auf der Kartpiste in Ca´n Picafort, die als die bekannteste der Insel und mit 1100 Meter die längste und schnellste Outdorbahn Europas sein soll, gestartet wurde. Im Team von CTD-Vortuna Racing aus Linz/Österreich fuhr Jörg Müller die ersten vier Stunden, weil schon der Flieger nach Berlin wartete. Das bedeutet: Sonntag 1:30 Uhr im Hotel, um sieben Uhr auf dem Lausitzring, wo er später auch vom vierten Rang der "Vortuner" auf Malle hörte. Am Dienstagnacht Ankunft über Zürich wieder Zuhause, um dann am Mittwoch über Frankfurt wieder nach Japan zu fliegen. Das Zeitmanagement ist zwar hektisch, aber eigentlich kein Problem - nur: "Da weiß ich gar nicht, wann ich noch meinen ganzen Kram waschen soll."

(h.g.)
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