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Volleyball
La Ola zum Aufstieg

Düren. Volleyball: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des Erkelenzer VV schafft ein Team den Sprung in die Oberliga. Die Verbandsliga-Mädels siegen beim Dürener TV mit 3:1 und liegen damit drei Spieltage vor Saisonende uneinholbar vorne. Von Hendrike Gierth

Schon Minuten vor dem Matchball skandierten die EVV-Fans "Auswärtssieg, Auswärtssieg" - peitschten ihre Mädels mit Trommelklängen und lautstarken Anfeuerungsrufen weiter an. Da war es allerdings schon längst nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verbandsliga-Volleyballerinnen aus Erkelenz ihren größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern würden. Während Coach Bogdan Chudzik bereits sein Taktik-Board in den Rucksack gesteckt und sich entspannt auf die Bank gesetzt hatte, war es dann um Punkt 16.41 Uhr am Samstagnachmittag soweit: Jessica Kaiser verwandelte mit einem wuchtigen Angriffsschlag den Matchball zum 3:1-Erfolg (25:21, 25:17, 17:25, 25:18) gegen den ärgsten Verfolger aus Düren und machte damit den Aufstieg des EVV in die Oberliga perfekt.

Auf Jubelstürme und Sektduschen mussten die rund 30 mitgereisten EVV-Fans allerdings verzichten. Zwar war der jungen Truppe von Bogdan Chudzik die Freude über den vereinshistorischen Moment durchaus anzumerken, offensichtlich brauchte sie aber erstmal ein paar Augenblicke Zeit, um das Geschehene zu verdauen. Erst angetrieben von ihrem Trainer bedankten sich die Mädels mit einer La Ola und der obligatorischen "Humba" bei ihren Fans, während ganz zaghaft aus irgendeiner Sporttasche eine Flasche Sekt hervorgezaubert wurde. "Wir haben nichts vorbereitet", gestand Mannschaftskapitänin Kornelia Rambo, "es hätte ja immer noch was schiefgehen können."

Doch von Nervosität war vor Beginn der Partie beim Dürener TV nichts zu merken. Mit der breiten Brust des Tabellenführers und dem Selbstvertrauen aus zehn Siegen in 14 Partien ließen die Erkelenzerinnen keine Frage darüber aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Von Anfang an bestimmte der EVV das Spiel, geriet im ersten Satz nicht ein einziges Mal in Rückstand und hatte bereits nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde auch Durchgang Nummer zwei unter Dach und Fach.

Somit fehlte den Erkelenzerinnen nur noch ein Satzgewinn zum Aufstieg in die Oberliga, doch der sollte noch ein bisschen auf sich warten lassen. Während Verfolger Düren etwas besser ins Spiel fand und noch mal mit allen Mitteln versuchte, die letzte Chance zu nutzen, die Entscheidung im Aufstiegsrennen zu vertagen, schlichen sich beim EVV ein paar kleine Fehler ein, die die Gastgeberinnen letztlich zum Satzgewinn ausnutzten. Aus der Ruhe bringen ließ sich der Tabellenführer aus der Erka-Stadt davon aber nicht. Mit dem großen Ziel vor Augen fand er zur Souveränität zurück und ließen schließlich beim 25:18 nichts mehr anbrennen. "Oberliga - das ist unglaublich", freute sich Rambo, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg hat, "und das ist schon drei Spieltage vor Saisonende sicher. Damit hätte vorher sicherlich niemand gerechnet."

Quelle: RP
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