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Leichtathletik
Läufer zeigen Kämpferherz und verbessern ihre Bestzeiten

Mönchengladbach. Leichtathletik: Kreis-Athleten hinterlassen guten Eindruck bei Deutscher Jugendmeisterschaft. Von Jules Reinecke

Dass sich die Gerderatherin Michelle Döpke bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Mönchengladbacher Grenzlandstadion die Krone im Hammerwurf der U20 holen würde, wurde nicht nur von den Fachleuten vorhergesagt - mit 59,66 Metern siegte die 19-Jährige im Trikot des Leichlinger TV mit mehr als einem Meter Vorsprung vor Kirsten Voigt (Preußen Berlin), die mit 58,04 Metern ihren besten Wurf hatte.

Doch alle anderen Leistungen des Leichtathletik-Nachwuchses aus dem Kreis Heinsberg waren schon eher überraschend. So überzeugte U 18-Debütant Moritz Ringk vom TuS Jahn Hilfarth über die Stadionrunde. Im ersten von vier Vorläufen lief er auf Bahn acht und machte seine Sache richtig gut. Nach 50,92 Sekunden und neuem Hausrekord zog er überraschend in das B-Finale ein. Dort hatte er dann auf Bahn sieben laufend noch einen Konkurrenten vor sich, an den er sich halten konnte. Nach einem tollen Lauf und einem harten Endspurt erreichte Moritz Ringk das Ziel nach 50,22 Sekunden. Das bedeutete Rang vier im B-Finale und die Verbesserung seines Hausrekordes um weitere satte sieben Zehntelsekunden. Damit war er Zweitschnellster seines Jahrgangs.

Eine weitere kleine Sensation gelang Hannes Vohn (SC Myhl LA) der über 1500 Meter der U 20 am Start war. Im ersten von zwei Vorläufen laufend, hatte er nicht nur einen schweren Stand, sondern fand drei Runden lang auch nicht in das Rennen hinein. Zu unruhig war das gesamte Feld. Doch als die letzten 300 Meter angebrochen waren, drehte der Blondschopf derart auf, dass er vom letzten Platz ins Mittelfeld lief. Nach weiteren 150 Metern nahm er dann sein Kämpferherz in die Hand und stürmte an weiteren drei Konkurrenten vorbei auf Platz vier. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 4:02,26 Minuten erreichte er so den Endlauf, in dem er mit 4:02,58 Minuten ein weiteres Achtungszeichen mit dem achten Platz setzte.

Unmittelbar nach ihm stand mit Sabrina Bluhm eine weitere Myhlerin auf der roten Kunststoffbahn des Mönchengladbacher Grenzlandstadions. Auch sie wollte bei ihren ersten nationalen Titelkämpfen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch sie bekam, wie Moritz Ringk, die Außenbahn zugelost, so dass sie keine Läuferin vor sich hatte. Das hinderte Sabrina Bluhm aber nicht daran, eine Topleistung abzurufen. Im dritten und letzten Vorlauf belegte sie nicht nur einen starken vierten Platz, sondern verbesserte ihre Bestleistung um bärenstarke 84 Hundertstelsekunden. Nach 57,60 Sekunden überquerte sie die Ziellinie und blieb damit erstmals überhaupt unter der magischen 58 Sekundengrenze. Dass nur 39 Hundertstel zum Einzug ins Finale fehlten, tat der tollen Leistung der Myhlerin überhaupt keinen Abbruch.

Als letzter Myhler des zweiten Wettkampftages stellte sich Frederik Ruppert dem Starter über 2000 Meter Hindernis der U 20. Und auch er brannte ein wahres Feuerwerk tadelloser Leistungsbereitschaft ab. Mit dem absoluten Willen, ein Topergebnis abzuliefern, gestaltete er das Rennen sehr offensiv. Lange Zeit auf dem dritten Platz liegend musste er in der vorletzten Runde seinem hohen Tempo Tribut zollen und fiel auf den fünften Rang zurück. Doch auch er knautschte auf den letzten 300 Metern und holte sich auf der Zielgeraden den dritten Platz wieder zurück, den er aber kurz vor dem Zielstrich wieder an einen Mitkonkurrenten verlor, so dass er am Ende Rang vier belegte. Doch mit der neuen persönlichen Bestzeit von 5:47,75 Minuten knackte er seinen eigenen im Vorjahr aufgestellten Kreisrekord um knapp sechs Sekunden.

Quelle: RP
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