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Volleyball
"Mister EVV" hinterlässt große Fußstapfen

Erkelenz. Ein Name wird für immer mit dem Erkelenzer VV in Verbindung stehen: Klaus Roosen. Nach 15 Jahren als Vorsitzender trat er nicht mehr zur Wahl an. Martin König tritt in große Fußstapfen. Von Hendrike Spaar

Viel unspektakulärer hätte es kaum laufen können: Um exakt 20.35 Uhr schob Klaus Roosen seinen Stuhl zurück, nahm sein Sakko von der Lehne, packte ein paar Blätter zusammen und räumte seinen Platz. Und das auch im übertragenden Sinne: Denn nach 15 Jahren trat Roosen in der Jahresversammlung nicht mehr zur Wahl als Vorsitzender an. Damit hinterlässt das Gründungsmitglied des Erkelenzer Volleyball-Vereins eine große Lücke. Denn Klaus Roosen war der "Mister EVV", er war der Macher, der Antreiber, der Kopf. "Ich möchte mich heute von ganzem Herzen beim gesamten Verein für die tolle Zusammenarbeit in den vergangenen 15 Jahre bedanken", sagte der 80-Jährige bei seiner Verabschiedung, "wir haben hier einen Verein aus dem Boden gestemmt, der sich längst nicht nur in der Volleyballszene einen Namen gemacht hat." Und so wird der Name Klaus Roosen wohl für immer mit dem EVV in Verbindung stehen. "Wir werden nie vergessen, welche Arbeit du für den Verein geleistet hast", sagte EVV-Mitglied Anja Göhrlich, die Klaus Roosen stellvertretend ein weißes T-Shirt mit dem blauen Aufdruck "Mr. EVV 2000-2015" überreichte.

Anschließend begann beim EVV eine neue Ära: Martin König, bisher Roosens Stellvertreter, wurde von den Anwesenden einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Und der stellte eine Sache gleich klar: "Ich werde den Job eindeutig nicht in derselben Art fortführen wie Klaus - sein Arbeits- und Zeitpensum ist in meiner Freizeit gar nicht zu schaffen." Und deshalb appellierte König an alle Anwesende: "Ich bin in höherem Maße auf eure Mitarbeit angewiesen - das muss jedem klar sein, der mich gewählt hat."

Und offensichtlich gibt es beim EVV genügend Menschen, die bereit sind, diesem Appell nachzukommen: Denn gleich bei der Wahl zu Königs Stellvertreter gab es eine geheime Kampfabstimmung zwischen Margrit Krohn und Guido Roosen, die Krohn mit klarer Mehrheit für sich entschied. "Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ich hatte schon immer Lust, mehr Arbeit beim und für den EVV zu übernehmen." Und auch bei den drei zu wählenden Beisitzern gab es mehr Bewerber als Stellen, so dass auch hier eine geheime Wahl die Entscheidung für Reinald Rambo, Ulrike Sturm und Silke Bock herbeiführen musste.

Und an Arbeit dürfte es dem neuen Vorstand in den kommenden Wochen und Monate nicht mangeln. Neben einigen Veranstaltungen, die geplant sind - unter anderem ein Beachsoccerturnier der NEW - , soll vor allem die Beachanlage besser vermarktet werden. Denn das Geld ist beim EVV knapp: "Wir leben zurzeit etwas über unseren Verhältnissen", sagte König.

Quelle: RP
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