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Aus Den Vereinen
Mit Crowdfunding zum Vereinsheim

Aus Den Vereinen: Mit Crowdfunding zum Vereinsheim
Schritt für Schritt zum Vereinsheim: Der SV Merbeck (oben) ist seit 2008 damit beschäftigt, ein Vereinsheim in Eigenregie zu bauen. Durch Crowdfunding ist er dem großen Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen. Das will auch der TuS Germania Kückhoven erreichen. 10.000 Euro sollen so für ihre neues Vereinsheim zusammenkommen. FOTO: SV MERBECK/DANIELA EXNER
Erkelenzer Land. "Viele schaffen mehr" lautet der Slogan der Volksbank Erkelenz für ihre Crowdfunding-Plattform. Darauf können Vereine Projekte vorstellen, die dann mithilfe von Unterstützern realisiert werden sollen. Der SV Merbeck ist Vorreiter. Von Hendrike Gierth

Der Countdown läuft: Noch 56 Tage hat der TuS Germania Kückhoven Zeit, um mächtig die Werbetrommel zu rühren und möglichst viele Leute von seiner Idee zu überzeugen. 10.000 Euro will der TuS bis zum 15. Dezember beisammen haben, um der Fertigstellung seines neuen Vereinsheims auf dem Sportplatz an der Schule wieder einen großen Schritt näher zu kommen. Und dafür gehen die Kückhovener gemeinsam mit der Volksbank Erkelenz einen ganz neuen Weg - Crowdfunding heißt das Zauberwort. Dabei suchen die Vereine Unterstützer, die bereit sind, einen beliebigen Betrag in das Projekt zu investieren. 560 Euro sind so in den vergangenen Tagen schon zusammengekommen - erst ein kleiner Schritt auf dem weiten Weg des TuS Germania Kückhoven. "Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass wir das schaffen", sagt Daniela Exner, Leiterin der TuS-Geschäftsstelle, die das Crowdfunding-Projekt der Kückhovener begleitet und auf der Internet-Plattform der Volksbank für die Öffentlichkeit eingestellt hat. Unter www.volksbank-erkelenz.viele-schaffen-mehr.de können sich mögliche Unterstützer über das Projekt informieren und spenden. "Die Volksbank hat 30.000 Euro in ihrem Spendentopf", sagt Heinz-Peter Körrenz, "für jeden zahlenden Unterstützer, den der Verein gewinnt, geben wir fünf Euro für das Projekt dazu."

Jedes Crowdfunding-Projekt durchläuft zwei Phasen. Zunächst kommt es darauf an, möglichst viele Fans zu gewinnen, die dem Projekt ihre Stimme geben. Ist die nötige Zahl von Fans gefunden, startet die 60-tägige Finanzierungsphase, in der Geld für das Projekt gesammelt wird. Wurde das Finanzierungsziel erreicht, können die Initiatoren durchstarten und die Unterstützer erhalten am Ende ein kleines Dankeschön. Falls die notwendige Summe nicht erreicht wurde, bekommen die Förderer ihr Geld zurück.

Ein Vorreiter in Sachen Crowdfunding ist der SV Merbeck. Ihm ist es als erstem Verein im Erkelenzer Land gelungen, ein Projekt erfolgreich zu realisieren. 6655 Euro kann er nun in den weiteren Ausbau seiner Umkleidekabinen stecken - Geld, das in Zeiten klammer Kassen enorm wichtig ist. "Besonders die Finanzierungsphase war ein zäher Prozess, der mit ganz viel Arbeit und Klinkenputzen verbunden war", sagt Markus Gerads, stellvertretender Vorsitzender des SV Merbeck, "letztlich hat sich das aber gelohnt." Seit 2008 ist der etwa 130 Mitglieder zählende Verein damit beschäftigt, in Eigenregie das Vereinsheim zu realisieren. "Die Euphorie im Ort war riesengroß, als es in der Finanzierungsphase auf die Zielgerade ging", erinnert sich Gerads, "alle haben sich mitgefreut, als die Finanzierung stand."

Das ist auch das Ziel des TuS - und dafür hat er 56 Tage Zeit.

Quelle: RP
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