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Motorsport
Mit Mercedes im EM-Design zweimal aufs Podest gefahren

Wegberg. Motorsport: Heyer auf dem Nürburgring im Einsatz. Von Hans Groob

Dass der Nürburgring vor der Haustüre von Wegberg liegt, diese Behauptung wäre schlichtweg falsch. Aber was sind schon knapp 140 Kilometer, die sitzt ein Rennfahrer wie Kenneth Heyer auch bei Beachtung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen doch locker in Minimalzeit ab. Die "Grüne Hölle", wie der Ring respektvoll genannt wird, ist also doch seine Heimrennstrecke. Morgen startet der 36-Jährige im Zakspeed-Mercedes beim vierten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft (VLN), was nach Rang sechs beim 24-Stunden-Spektakel schon der dritte Einsatz in der Eifel in nur einem Monat ist.

Zur Einstimmung auf das vierte Vier-Stunden-Rennen der zehnteiligen VLN-Serie nahm Heyer am GTC-Rennen des Deutschen-Motor-Sportverbandes (DMV) teil, wo ihm ein rund 550 PS starker Mercedes Benz SLS von Car Collection anvertraut wurde. Das Steuer in dem Klasse-8 der GT3-Renner teilte er sich mit dem 54 Jahre alten CC-Teamchef Peter Schmidt. Dazu hatte sich der Rennstall aus Walluf (bei Wiesbaden) etwas ganz Besonderes einfallen lassen, den Wagen der Aktualität angepasst quasi in einen "rasenden EM-Ball" lackiert - offiziell "Fußball Fan Design Art Car". Und der CC-Mercedes rollte richtig gut: Im ersten der beiden 30-Minuten-Rennen, die auf dem 5,137 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs im Einsatz waren, fuhr Peter Schmidt trotz leichter Getriebeprobleme als Dritter der Klasse 8 auf das Podium. Und das gelang auch Kenneth Heyer in Rennen zwei, der dabei nicht nur Klassen-, sondern auch Gesamtrang zwei schaffte. Von Position 10 losgefahren, jagte der Wegberger die Startnummer 80 kontinuierlich nach vorne: "Erst in der letzten Runde konnte ich die Dodge-Viper des Finnen Pertti Kuismanen überholen, leider reichte es nicht mehr, um Doppelsieger Fabian Plentz (Audi R8 LMS) abzufangen, obwohl unser Mercedes wie ein Uhrwerk lief."

Das war dann im Dunlop-60-Rennen am Folgetag leider nicht mehr der Fall. Nachdem Heyer auf Platz sechs liegend von Schmidt übernommen und auf Rang drei gesteuert hatte, fehlte plötzlich der Vortrieb, und er musste das Auto neben der Piste abstellen und zu Fuß zu Start und Ziel zurücklaufen.

Quelle: RP
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