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Motorsport
Müller als Einziger unter acht Minuten

Kreis Heinsberg. Motorsport: Mit Wittmann und Krohn im Schubert-BMW fährt der Hückelhovener zum Gesamtsieg beim 3. VLN-Lauf auf dem Nürburgring. Von Hans Groob

Wenn am letzten Mai-Wochenende das weltbekannte 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestartet wird, dann gehört BMW-Partner Schubert-Motorsport zu den ganz heißen Favoriten. Und zu diesem Team gehört auch der in Tägerwilen (Schweiz) lebende Hückelhovener Rennfahrer Jörg Müller.

"Eingebrockt" hat sich das Team aus Oschersleben diese hochkarätige Einschätzung der Konkurrenz durch den Doppelsieg beim dritten Lauf der zehnteiligen VLN-Langstreckenserie. Der BMW M 6 GT3 mit der Startnummer 31, gesteuert von Jörg Müller, Marco Wittmann (Fürth) und Jesse Krohn (Nurmijärvi/Finnland) sah nach vier Stunden die karierte Flagge vor der 39 mit Lucas Luhr (Schweiz), Martin Tomczyk (Kolbermoor) und John Edwards (USA). Beide Autos flogen quasi Nase-an-Nase - nur die Winzigkeit von 0.382 Sekunden Unterschied - über die Ziellinie. Den Bayern-Triumph komplettierte der Walkenhorst-BMW M6 GT3 (unter anderem mit Fahrer Tom Blomqvist), der zwei Minuten später aus dem ursprünglich 158 Fahrzeuge starken Starterfeld abgewunken wurde.

Für Jörg Müller war es übrigens der vierte Sieg in einem Rennen der VLN-Serie, und Zeugnis dafür, dass der Hückelhovener einer der herausragenden Kenner des in der Eifel liegenden Asphaltbandes ist. Der 46-Jährige hatte den neuen weiß-blauen GT3 im Qualifying mit 7:59.745 Minuten auf Position 1 gestellt, war damit der einzige aller Piloten, der für die 25,378 Kilometer (Grand-Prix-Strecke und Nordschleife) unter acht Minuten blieb. Im Rennen kamen dann mit Boxenstopps und Fahrerwechsel 28 Runden (über 710 Kilometer) zusammen. Der 3. VLN-Lauf gehörte zu den schnellsten der Serie. Jörg Müller: "Ein perfektes Rennen. Das Auto lief ohne Probleme. Der Motor des M6 ist einfach sensationell."

Während es bei BMW richtig rund lief, holperte der "Stern" aus Stuttgart, wird z.B. der gelb-grüne Mann-Filter-Zakspeed jetzt unbedingt in die Analyse gehen und auf Verbesserungen für die 24-Stunden setzen. Denn Rang 15 für das "Sohnemann-Trio" Sebastian Asch (Ammerbuch), Kenneth Heyer (Wegberg) und Luca Ludwig (Bornheim) konnte nicht zufriedenstellen. Bedeutet aber keineswegs Weltuntergangsstimmung, dafür sind Team und Fahrertrio einfach stark und erfahren genug.

In der Cup5-Klasse starteten Marc Ehret (Hüttenfeld) und der Dremmener Alex Lambertz von Platz fünf, der es nach vier Stunden und 25 Runden dann auch im Ergebnisbuch war. Die schnellste Runde des BMW M2355i RC mit der Startnummer 671 wurde mit 9:13.888 Minuten gestoppt. Alex Lambertz schmollte ein wenig: "Schon in Runde zwei hatten wir beim Überholen eine Berührung, die uns zu einem ungeplanten Boxenstopp zwang."

Quelle: RP
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