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Handball
"Schicksalsgemeinschaft" unterliegt in Hüls

Erkelenzer Land. Handball: Landesligist TV Erkelenz trat beim Hülser SV zu fahrig und unkonzentriert auf. Der ETV verlor mit 22:43. Unterdessen schafft Frauen-Landesligist TuS Oberbruch einen großen Wurf. Von Anke Backhaus

"Sollte diese Schicksalsgemeinschaft den Klassenerhalt schaffen, dann wäre alles perfekt. Aber auch wenn sie es nicht schaffen sollte, hätte sie sich nichts vorzuwerfen." Es ist Gerd Werth, Trainer von Landesligist TV Erkelenz, der diese Sätze spricht. Dass beim Hülser SV nichts zu holen war, war schon vor dem Anpfiff einigermaßen klar. Der ETV verlor in Krefeld mit 22:43.

Männer-Landesliga: Hülser SV - TV Erkelenz 43:22 (23:11). Die Erkelenzer begannen das Auswärtsspiel unkonzentriert und fahrig. Tobias Funke, der eine Schulterverletzung auskuriert, fehlte als Organisator der Abwehr an allen Ecken und Enden. Aber auch im Angriff lief in Krefeld nur wenig rund. Werth: "Die Mannschaft muss sich in den eigenen Angriffssituationen besser behaupten. Die vergebenen Chancen werden nämlich zum Boomerang." Was Gerd Werth zudem fehlte: die Abstimmung in Abwehr und Angriff, hier sieht der Trainer noch erhebliches Potenzial. Aber Werth sieht auch die positiven Seiten: "Die Jungs nehmen mittlerweile die Organisation selbst in die Hand. Ungewöhnlich." Für den ETV trafen: Werth 9, Meyer 3, Stuchly 3, Knopf 3, Klein-Peters 3, von Dreusche 1, Baumgart 1.

Frauen-Landesliga: ATV Biesel - TuS Oberbruch 16:17 (12:9). Nach der derben Klatsche gegen Korschenbroich waren die Oberbrucherinnen darauf aus, bloß keinen Druck aufkommen zu lassen. Das Ziel: das eigene Ding durchziehen. Es reichte ein kleiner Funke Ehrgeiz, um die ganze Mannschaft aufzubauen und mitzureißen. Bezeichnend war, dass alle Oberbrucherinnen kämpften. Lange stand es 16:16. Die Punkteteilung drohte. Doch den Gästen gelang der große Wurf, der sie mit beiden Zählern belohnte. Oberbruchs Tore erzielten: Hennen 8, Paulsen 3, Maruschke 2, Vos 2, Füßer 1, K. Heinen 1.

Frauen-Bezirksliga: Turnerschaft Lürrip - ASV Rurtal Hückelhoven 30:17 (15:9). Die Rurtalerinnen starteten gut ins Spiel, ehe dann das passierte, was einige Tage zuvor auch gegen den TV Beckrath geschah: Die Rurtaler Abwehr war plötzlich keine Abwehr mehr. Lürrips Angriffsversuche wurden also kaum unterbunden - 7:3 für Lürrip. Jedoch wurde Rurtal im Angriff etwas stabiler. Doch was nutzt das, wenn die Abwehr weiterhin große Lücken offenbart? Erschwerend hinzu kam die aggressive Stimmung im Spiel, so dass es nur noch darum ging, sich nicht zu verletzen. Der nächste Rurtaler Gegner ist übrigens der TV Erkelenz. Rurtals Tore erzielten: Ternes 6, Heinrichs 4, Reuter 3, L. Falatik 2, Peters 1, Zimmermanns 1.

Derweil ist die Laune bei Bezirksligist ASV Rurtal besonders gut. Der unerwartet hohe Sieg gegen die HG Kaarst/Büttgen sorgt für Freude, nicht zuletzt auch Rurtals Kepper Henrik Bürger war dafür verantwortlich. Die von Trainer Norbert Borgmann beschworenen Wochen der Wahrheit sollten gegen den TV 1848 Mönchengladbach weitergehen, die Partie ist jedoch auf den 11. März verlegt. Bleibt der Blick auf den nächsten Sonntag, wenn Rurtal beim Rheydter SV antritt - das Spitzenspiel der Bezirksliga. Hier übrigens gab es für den HSV Wegberg die zwölfte Niederlage im zwölften Spiel: Der HSV verlor mit 23:26 (11:13) gegen den Rheydter SV. In der Männer-Kreisliga A gewann der ASV Rurtal II mit 24:23 (15:12) beim TV 1848 Mönchengladbach II. Wegbergs Oberliga-Mädchen verloren mit 21:22 (7:9) beim TV Borken.

Quelle: RP
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