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Schlammschlacht

Erkelenz. Radsport: Daniel Lambertz wird Vierter bei der Night on Bike. Von Hendrike Gierth

Sieben Wochen nach dem dritten Platz bei der 24-Stunden-Weltmeisterschaft für Solisten in Italien begann für Daniel Lambertz mit der Night on Bike in Radevormwald die zweite Saisonhälfte. Gemeinsam mit Teampartner Marc Gottmanns erreichte das Team beim 24 Stunden Rennen den vierten Platz. Im Bergischen Land zauberte der Veranstalter eine Mountainbike-Strecke, die mit den ganz großen Rennen in Teilen mithalten kann. Auf elf Kilometern Streckenlänge summierten sich 265 Höhenmeter bergauf, inklusive des sogenannten Schweinebergs, eine im Durchschnitt zwölfprozentige steile Regenrinne hinauf zur Bergischen Alm - der Hauptzuschauerattraktion.

Sowohl für Daniel Lambertz als auch für Marc Gottmanns war die Teambildung Neuland. Während Gottmanns bisher gar nicht auf den 24 Stunden unterwegs war, ist Lambertz zumeist alleine unterwegs. Das richtige Tempo zu finden, war die Herausforderung. Die ersten sechs Rennstunden harmonierten die zwei Fahrer gut und belegten Platz acht. Am frühen Abend war die Aufregung im Fahrerlager bei allen Teams spürbar, schwere Gewitter und Sturmböen hatten sich angesagt. Doch noch war die Strecke trocken und das Team arbeitete sich auf den sechsten Platz vor.

In der zehnten Rennstunde begannen Regen und Sturm. Gottmanns übergab an Lambertz, der den Platzregen abbekam. Die Strecke weichte binnen einer halben Stunde völlig auf. "Ein gutes Training für die 24-Stunden-Mountainbike-WM 2018 in Fort William" war Lambertz Fazit nach dem 90 Minuten andauernden Kampf gegen das Wetter. Gleiches erwartet den Erkelenzer im Oktober 2018 in Schottland als Solostarter im schlimmsten Fall über 24 Stunden.

Der Ritt durch den Matsch katapultierte das Team bei der Night on Bike auf Platz vier. Gottmanns konnte den Vorsprung halten, es hatte aufgehört zu regnen und die Strecke trocknete durch den Wind wieder etwas ab. Im Morgengrauen erwischte es noch mal Lambertz, der von einem zweiten Platzregen überrascht wurde - die abgetrocknete Strecke war jetzt eine einzige Schmierseifen-Piste. Im Downhill hatte Lambertz bereits nach dem ersten Schauer kaum Traktion und so verwunderte es ihn nicht, dass er sein Rad im Downhill komplett verlor - ein Sturz konnte gerade noch abgefangen werden. Mittlerweile hatte das Team drei Runden Vorsprung auf Platz fünf und nur eine Runde Rückstand auf das Podium.

Aber mit den Sommerreifen war kein Angreifen möglich, das Profil gab weder Sicherheit noch Traktion und so besann sich das Team auf eine defensive Strategie und verteidigte Platz vier. Nach dem zweiten Regenschauer blieb die Strecke bis kurz vor Schluss extrem rutschig, erst die Sonnenstrahlen ab 12 Uhr trockneten weite Teile ab. Gottmanns/Lambertz bauten ihren Vorsprung auf vier Runden aus und beendeten das Rennen mit 31 Runden. Mit knapp 350 Kilometern und 8500 Höhenmetern zeigte das Team Coffee & Chainrings eine gute Leistung über die 24 Stunden. Für Lambertz war das Rennen ein gutes Training für den Höhepunkt der zweiten Saisonhälfte dem 24 Stunden Rennen in Gulbergen Ende September.

Quelle: RP
 
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