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Lokalsport
Seilchenspringen ist wohl eher eine Domäne der Mädchen

Hückelhoven. Mit dem Seilchenspringen hat Yannik so seine Probleme, irgendwie will das bei dem Grundschüler nicht so richtig klappen. Immer wieder bleibt er mit den Füßen im Seilchen hängen, er schafft es einfach nicht, das Schwingen und Springen in einen passenden Rhythmus zu bringen.

Nach etwa fünf Versuchen gibt er entnervt auf, konzentriert sich lieber auf den Standweitsprung, der als nächstes auf dem Plan steht. "Für viele Jungs ist das Seilchenspringen ein großes Problem. Viele haben das im Vorfeld noch nie gemacht - das ist bei den Mädchen ganz anders", sagt Steffi Schmitz-Görres vom TuS Jahn Hilfarth, die beim fünften Sportabzeichentag des Stadtsportverbandes Hückelhoven als eine von rund 25 Helfern am Start ist.

Insgesamt rund 500 Schüler von sechs Hückelhovener Grundschulen tummelten sich mit ihren Lehren kurz vor den Sommerferien an drei Tagen im Glück-auf-Stadion, um die Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze abzulegen. Ob Ballwurf, Zonenweitwurf, Laufen, Weitsprung oder Seilchenspringen - an fünf Stationen mussten die Grundschüler in einem Rundkurs ihre Ausdauer, Koordination, Kraft und Schnelligkeit unter Beweis stellen. "Wir wollten der Entwicklung entgegentreten, dass in Hückelhoven immer weniger Schüler das Sportabzeichen ablegen", sagt Hans-Josef Geiser, Vorsitzender des Hückelhovener Stadtsportverbandes, "und in Zukunft wollen wir den Sportabzeichentag auch für weiterführende Schulen anbieten." Erste Gespräche mit allen Sportlehrern seien bereits gelaufen, der Premiere im kommenden Jahr stehe somit nichts mehr im Weg. Geplant ist ein Tag für die Fünft- bis Siebtklässler.

(HGi)
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