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Lokalsport
"Sie alle sind würdige Vertreter des Sports"

Lokalsport: "Sie alle sind würdige Vertreter des Sports"
Die Nachwuchssportler Wiebke Müller (2.v.l.) und Philipp Habersack (3.v.r.) hatten ihre Eltern mitgebracht - geehrt wurden sie von Gerd Helfer (r.). FOTO: HSP
Erkelenz. Wiebke Müller und Philipp Habersack sind Erkelenz' Nachwuchssportler. Zudem wurden drei Ehrenamtler geehrt.

Sportlich standen Wiebke Müller und Philipp Habersack schon öfters im Rampenlicht. Obwohl beide noch jung an Jahren sind, haben sie schon beachtliche Erfolge in ihren Sportarten erzielt. Gestern Abend war ihnen der Trubel um ihre Person dann aber doch nicht so ganz geheuer: Der Stadtsportverband Erkelenz zeichnete das Duo als "Nachwuchssportler und Nachwuchssportlerin" aus und setzte so eine Ehrung fort, die zur Tradition werden soll.

Bei der Premiere im Vorjahr wurde Janne Winzen Erkelenz' erste Nachwuchssportlerin, nun tritt Wiebke Müller in die Fußstapfen ihrer Mannschaftskollegin. Und die Liste der Erfolge, auf die die Turnerin des TV Erkelenz verweisen kann, ist lang: Sie fuhr erste Plätze beim Gaujahrgangsturnen, in der Verbandsgruppe und beim RTB-Landesfinale im Einzel und mit dem Team ein.

Philipp Habersack ist seit gestern Erkelenz' erste Nachwuchssportler. Der Judoka des Judo Sport Clubs Erkelenz holte unter anderem Gold bei der Kreiseinzelmeisterschaft der U 13 und kämpft für den Jülicher Judo Club in der U 12-Kreisliga, blieb dort ungeschlagen.

Trainiert wird er unter anderem von Charis Teßmer, die gestern ebenfalls geehrt wurde. Als eine von drei Ehrenamtlern wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet - und ist damit die erste Preisträgerin in der neuen Kategorie "Junges Ehrenamt". Die 24-Jährige absolvierte mit 13 Jahren die Ausbildung zur Trainerassistentin, seit fünf Jahren ist sie Trainerin für die Sechs- bis Elfjährigen ihres Clubs - zudem trainiert sie seit zwei Jahren die Erwachsenen, organisiert Turniere und Ausflüge, ist Jugend- und Pressewartin. Nebenbei steigt sie selbst noch auf die Matte.

Vielmehr als einfach "nur" eine Übungsleiterin ist auch Monika Nüßer. Seit April 2007 ist sie Mitglied des TV Erkelenz, hat seit dem der Turnabteilung ihren Stempel aufgedrückt. Seit rund zehn Jahren ist sie Abteilungsleiterin, ausgebildete Kampfrichterin und seit dem Jahr 2009 Übungsleiterin. Außerdem näht sie die Anzüge, Turntrikots und das Showmaterial für die Turner selbst und übernimmt administrative Verantwortung. Dabei hatte Nüßer mit dem Turnen gar nichts am Hut, kam erst durch ihre beiden Töchter dazu und zum ETV. Dritter im Bunde der Geehrten ist Peter Weynen aus der Fußballabteilung des TuS Keyenberg, bei der er seit 1962 Mitglied ist. 2011 bekam er die Goldene Vereinsnadel des TuS und des Westdeutschen Fußballverbandes verliehen, gestern erhielt er Blumen und einen Kunstdruck mit Erkelenzer Motiv. Aber nicht nur dem Sport ist Weynen verbunden: seit 30 Jahren ist er Kassierer der Schützenbruderschaft. "Er stellt immer den Verein in den Vordergrund, niemals seine Person", hieß es. "Sie alle sind würdige Vertreter des Sports, weit weg von den negativen Begleiterscheinungen des kommerziellen Sports", sagte Jansen.

(HSp)
 
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