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Sparta Gerderath verliert in der Nachspielzeit beim Spitzenreiter

Lokalsport: Sparta Gerderath verliert in der Nachspielzeit beim Spitzenreiter
Patrick Knorn erzielte für Gerderath das 1:0 bei der Spvg. Wesseling-Urfeld - am Ende stand die Sparta aber wieder mit leeren Händen da. FOTO: NIPKO (ARCHIV)
Wesseling. Landesliga: Das abstiegsbedrohte Team von Trainer Bernd Nief unterliegt in Wesseling mit 2:3. Von Hendrike Spaar

Kaum ein Spiel vergeht, das Willi Wilms nicht gesehen hat. Der Vorsitzende von Sparta Gerderath kennt seine Jungs in- und auswendig - gestern wäre es ihm aber lieb gewesen, wenn er nicht recht behalten hätte. Im Halbzeitplausch der Landesliga-Partie bei Spitzenreiter Spvg. Wesseling-Urfeld unkte er: "Wir sind immer für einen groben Schnitzer gut und bringen uns so, um die Früchte unserer Arbeit."

Und genau so sollte es kommen: Trotz einer 1:0-Führung zur Pause, stand die Sparta am Ende wieder mit leeren Händen da. "Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", zollte auch Wesselings Trainer Jupp Farkas den Gerderathern seinen Respekt, "die haben nicht gespielt wie ein Absteiger. Aber wir hatten heute wohl das Glück des Spitzenreiters."

Das ließ ganz schön lange auf sich warten: In Halbzeit Nummer eins waren es die Gäste, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Bereits in der zweiten Spielminute setzte Martin Rachau die erste offensive Duftmarke, Patrick Knorn ließ rund 20 Minuten später die zweite folgen. Allein lief er auf Wesselings Torhüter Patrick Schiplage zu, scheiterte aber. In der 39. Minute machte er es dann aber besser: Nach Pass von Nurhak Yagicibulut tauchte er erneut alleine vor Schiplage auf, schob dieses Mal aber überlegt am Keeper zum 1:0-Halbzeitstand ein. "Bis dahin war das eine tadellose Leistung der kompletten Mannschaft", resümierte Sparta-Coach Bernd Nief, "leider sind wir dann ein bisschen schläfrig aus der Halbzeit gekommen." Und das nutzte der Spitzenreiter eiskalt aus: Zwei Minuten nach Wiederanpfiff stand es nach einem Schuss im Anschluss an eine Ecke aus der zweiten Reihe von Onur Dogan 1:1, weitere sechs Spielminuten später 2:1 für die Hausherren. Sven Jansen vertändelte an der Strafraumgrenze den Ball, und Michael Sohns netzte zum Führungstreffer ein. "Danach haben wir eine Viertelstunde gebraucht, um uns davon zu erholen", sagte Nief.

Das Aufwachen war aber gleich ein richtiger Paukenschlag: Nach Vorarbeit von Patrick Knorn setzte Marko Bausch nach und erzielte das verdiente 2:2. Danach folgte dann eine äußerst turbulente Schlussphase: Daniel Farkas und Sven Jansen kassierten jeweils wegen wiederholten Meckerns die Gelb-Rote Karte und erwiesen damit ihren Teams einen Bärendienst. Und Gerderath bekam das direkt zu spüren: Mit dem letzten Angriff des Spiels traf Yaschar Hayit zum 3:2 und stürzte die Sparta damit ins tiefe Tal der Tränen - allen voran den Vorsitzenden Willi Wilms.

Quelle: RP
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