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Leichtathletik
Sportabzeichentage "fallen" ins Wasser

Leichtathletik: Sportabzeichentage "fallen" ins Wasser
Ins Willy-Stein-Stadion kamen immerhin rund 60 Teilnehmer. Hier laufen (v.l.) Norbert Winzen mit Tochter Anna, Ida und Keno 800 Meter. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenzer Land. Nur etwas mehr als 70 Sportler trotzen in Erkelenz und Hückelhoven dem schlechten Wetter und legen Prüfungen ab. Von Kathrin Boehme

Es war wieder Sportabzeichentag: In Hückelhoven und Erkelenz stellten Jugendliche und Erwachsene wieder ihr Können in den vier Disziplinen Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Koordination unter Beweis. "Besonders für Familien und Berufstätige ist heute eine gute Gelegenheit, das Sportabzeichen an nur einem Tag zu schaffen", erklärt Petra Zittrich, Geschäftsführerin des Erkelenzer Turnvereins (ETV), der den Sportabzeichentag in Kooperation mit dem Stadtsportverband zum siebten Mal im Willy-Stein Stadion ausrichtete. Sonst könne man die Prüfungen auch das ganze Jahr über verteilt schaffen, Montagabends bietet der ETV im Stadion an der Westpromenade ein Training an. Aufgrund des schlechten Wetters sind dieses Mal beim Sportabzeichentag allerdings nur ungefähr 60 Sportler dabei. "Sonst sind es meist um die 100", sagt Zittrich.

Einer der Teilnehmer, der dem Regen trotzt, ist Arno Ostländer: Der Aachener hat ohne langes Training direkt Gold geschafft. "Heute teilzunehmen, war eher eine spontane Entscheidung - dass ich einige Disziplinen gleich so gut gemeistert habe, war eigentlich ein Zufallstreffer", sagt Ostländer.

In Hückelhoven hielt sich der Andrang beim Sportabzeichentag sehr in Grenzen - lediglich 15 Teilnehmer wurden am Ende gezählt. FOTO: SSV HÜCKELHOVEN

Schon in der Vergangenheit zeigte der Aachener aber, dass er Herausforderungen meistern kann: In fünf Monaten nahm er 27 Kilo ab - um dann beweglicher zu werden, startete er ein Schwimmtraining und schaffte nach vier Wochen fast doppelt so viele Bahnen. Für das Sportabzeichen hat er im Voraus zweimal beim ETV trainiert. "Mit Gold hätte ich trotzdem nie gerechnet", sagt Arno Ostländer rückblickend.

Die Teilnehmer können innerhalb der vier Disziplinen zwischen verschiedenen Sportarten wählen: Vom Dauerlauf bis zum Geräteturnen ist für jeden etwas dabei. "Die meisten entscheiden sich im Bereich Schnelligkeit aber für die 25 Meter Schwimmen, das ist oft am einfachsten", erklärt Zittrich, "viele ältere Teilnehmer wählen bei der Ausdauer deshalb auch Radfahren statt des 3000-Meter-Laufs, was die Jüngeren in der Regel machen". Kugelstoßen werde zum Beispiel seltener gewählt, da man dafür eine bestimmte Technik brauche.

Zeitgleich fand zu Erkelenz auch der fünfte Sportabzeichentag in Hückelhoven statt: Im Glück-auf- Stadion zählten die Organisatoren vom Stadtsportverband aber nur 15 Teilnehmer - "bei besserem Wetter sind es weit mehr", sagt Sportabzeichenwart Joachim Sieber.

Viele der Sportler, die dennoch gekommen sind, haben schon mehrmals teilgenommen, eher wenige neue sind dabei. Zu ihnen gehört Robin Schmidt: Der Hückelhovener wollte eigentlich nur laufen gehen, sah die Organisatoren am Stadion und Hallenbad und machte dann spontan beim Sportabzeichentag in den Disziplinen Dauerlauf, Medizinballwerfen, Sprint und Weitsprung mit. "Zuerst habe ich auch Schleuderball ausprobiert, das war aber sehr schwer", fasst er zusammen. Am Ende kann er dennoch stolz sein: Robin Schmidt erreicht bei seiner ersten Teilnahme gleich Silber.

"Die meisten wählen hier den Medizinball - weil es eben einfacher ist als beispielsweise Kugelstoßen", sagt auch Sieber. Wie bei den Sportlern aus Erkelenz entscheiden sich in Hückelhoven viele für das Schwimmen und den 3000-Meter- Lauf, Radfahren und Geräteturnen werde dagegen eher selten genutzt. "Das hängt aber auch damit zusammen, dass man für diese Sportarten eben an einen anderen Ort muss und sich nicht auf Sportplatz und Hallenbad beschränken kann", erklärt Sieber. Er selbst hat bereits 22 Sportabzeichen erreicht.

In Hückelhoven kann jedoch niemand Hilde Reinhardt übertrumpfen: Die Erkelenzerin hat in diesem Jahr zum 49. Mal ihr Sportabzeichen gemacht. "Ich mache in einer Gruppe regelmäßig verschiedene Sportarten - und da es immer von allem etwas ist, macht man das Sportabzeichen ganz nebenbei", sagt sie. Nächstes Jahr möchte sie dann natürlich noch das 50. Abzeichen machen: "Nicht aus Druck, sondern einfach, weil die Zahl doch viel schöner aussieht".

Quelle: RP
 
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