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Motorsport
Terminhatz für Kenneth Heyer - vom Nürburgring nach Brünn

Wegberg. Motorsport: Auf der Nordschleife in der Eifel fährt der Wegberger wieder unter die Top-Ten. Mercedes-AMG GT3 für 2016 beobachtet. Von Hans Groob

Weil die Motorsportsaison mit hohem Tempo auf das Saisonende zurast, kommt der Wegberger Langstreckenspezialist Kenneth Heyer in diesen Tagen kaum aus dem Rennoveral heraus. Auftakt zur finalen Terminhatz hatte der 35 Jahre alte Unternehmer auf dem Nürburgring beim achten Lauf der Langstreckenmeisterschaft (LVN), der den Tag der Deutschen Einheit auch zu einem Feiertag für Motorsportfans werden ließ. Denn auf der 24,358 Kilometer langen Nordschleife dröhnten bei "goldenem Herbst" unter anderem die Motoren von Porsche, Bentley, Mercedes-Benz, BMW, Audi, Opel, Toyota und Lexus.

Aus dem riesigen Feld von 150 gestarteten Fahrzeugen stachen natürlich die GT3 heraus, die in den vier Rennstunden immerhin 28 Runden (682 Kilometer) schafften und als Bestplatzierte die karierte Zielflagge als Erste sahen. Dazu gehörte auch die Startnummer 33 (im Gesamteinlauf auf Rang sechs, in der Klasse SP9 auf fünf) von CarCollection aus Walluf im Rheingau, an dessen Steuer sich Kenneth Heyer mit Lance-David Arnold (Duisburg) und dem Dormagener Tim Scheerbarth abwechselten. Der Mercedes-Benz AMG SLS GT3 war neben der starken sportlichen Leistung auch wegen seiner Lackierung im gelb-grünen Outfit der Hingucker, der nach einem tricky Zeittraining in 8:05,973 Minuten von Rang sechs das Rennen aufnahm. Arnold kämpfte als Startfahrer wie ein Löwe, hatte aber das Pech, dass er nach einer Berührung auf der Piste kurz in die Box musste. Die Folge war das Abrutschen vom zwischenzeitlich erkämpften vierten auf den 13. Rang. Tim Scheerbarth und Schlussfahrer Kenneth Heyer steuerten ihren Boliden schließlich mit 4:45,930 Minuten Rückstand ins Ziel, das Marc und Dennis Busch aus Bensheim im Audi R8 LMS ultra als Gesamtsieger sah. Die Zwillingsbrüder hatten sich in einem finalen Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem die drei Spitzenfahrzeuge zeitweise in nur einer Sekunde lagen, gegen den Werks-Mercedes AMG und den BMW Z4 GT3 durchgesetzt. Rang eins verlor der Mercedes wegen einer 80-Sekunden-Strafe. Er war in einer Gelbphase "geblitzt" worden. Dass der Werks-Mercedes mit 8:07,057 Minuten in der "grünen Hölle der Eifel" die deutlich schnellste Runde gedreht hatte, beobachtete auch Kenneth Heyer mit großem Interesse und "Vorfreude auf mein nächstjähriges Arbeitsgerät".

Zunächst aber konzentriert sich Heyer auf Freitag und Samstag, findet dann doch auf dem tschechischen Automotodrom das Zwölf-Stunden-Rennen von Brünn im Rahmen der europäischen 24-Stunden-Serie statt. Der Wegberger, der am späten Donnerstag nach Brünn fliegt, steuert dann gleich zwei vom schweizerischen Hofor-Racing eingesetzte Mercedes SLS AMG GT3. Zunächst sitzt er in der Startnummer 9, dann in der Nummer 10. Teamkollegen sind Christiaan Frankenhout (NL), Sebastian Asch (D) sowie die Schweizer Roland Eggimann, Chantal und Michael Krott. Kommen die "Hofors" durch, dann ist das Podium möglich, wie bei den 24-Stunden von Barcelona, wo es Rang zwei war. Besonderheit des Rennens in Brünn ist das Zeitfenster: Start um 12 Uhr mittags, Zielflagge um Mitternacht. Kenneth Heyer: "Da ist immer richtig was los, werden wieder 50.000 Zuschauer an der Piste erwartet."

Quelle: RP
 
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