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Reitsport
Tor auf für neuen Reiterhof

Reitsport: Tor auf für neuen Reiterhof
Der Ausbildungsstall Enger & Krämer ist nach Tenholt umgezogen. Bei einem Tag der offenen Tür stellte sich der Stall einem großen Publikum vor. FOTO: RENATE RESCH
Erkelenz. Mit einem bunten Programm für Kinder und Familien startete der Ausbildungsstall Enger & Krämer beim Tag der offenen Tür am neuen Standort in Tenholt. Von Renate Resch

Die Schlange vor dem Tisch mit Kinderschminken und der Schatzsuche in der Reithalle ist lang. Betreut von jeweils zwei Mädchen und jungen Frauen reiten Kinder mit bunten Gesichtern auf Ponys im Außengelände, und in der Reithalle zeigen Saskia und Gil ein "pas de deux" zu Musik. Kaffee und Kuchen bilden den gemütlichen Rahmen zum Tag der offenen Tür.

Seit Anfang Oktober ist der Ausbildungsstall Enger & Krämer in Tenholt eröffnet und der Umzug von Linnich abgeschlossen. In den letzten sechs Jahren hat die Familie den Reiterhof aufgebaut, jedoch befand sich in der bisherigen Anlage keine Reithalle, was für regelmäßiges Training vor allem im Winter eher unvorteilhaft ist. Als sich nun die Möglichkeit ergab, in die Anlage nach Tenholt umzuziehen, die zwei Reithallen und ein Gelände für die Pferde von drei Hektar vereint, war der Entschluss für den neuen Anfang rasch gefasst.

Mit einem vielfältigen Angebot erreicht Familie Enger & Krämer unterschiedliche Zielgruppen.

Bereits seit einigen Jahren wurde mit dem Reitkindergarten ein Konzept für die ganz Kleinen entwickelt, die vielleicht noch etwas Angst haben und mit ihrer geringen Körpergröße nicht gut aufs Pferd kommen. Sie werden in dieser Gruppe ans Reiten herangeführt.

Sind die Kinder größer, kann man mit der normalen Reitausbildung beginnen. Zunächst mit Longenunterricht, was Koordination und Balance fördert und eine gute Grundlage für den anschließenden Gruppenunterricht bietet. In unterschiedlichen Gruppen versucht man dann, auf die Kinder einzugehen. Es gibt verschiedene Ansprüche von Eltern und Kindern. Manche möchten auf Freizeitniveau reiten lernen, andere drängt es in den Sportbereich, mit Leistungssportniveau. So gibt es samstagvormittags Springunterricht, im Nachmittagsbereich auch Dressurunterricht.

"Ein Highlight bieten wir im Januar und März an, dann finden zwei Dressurkurse mit renommierten Ausbildern statt. Einer der Kurse ist schon fast ausgebucht," bemerkt Petra Enger, die sich um die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit im Stall kümmert.

"Wir sind auf Kinder sehr eingestellt", erläutert sie und informiert über das Angebot an Kinderferien und der Gestaltung von Kindergeburtstagen. Doch auch für die Eltern gibt es Programm. Mittlerweile fragen auch Erwachsene nach, die gern in den Vormittagsstunden Reitunterricht nehmen möchten.

Insgesamt 26 Pferde befinden sich in den Ställen, davon sind jedoch auch ein Großteil Einstellerpferde. Sie haben zwar einen anderen Besitzer, bekommen im Stall jedoch sozusagen Vollpension. Müsli, Hafer, Pellets und Heu stehen auf dem Speiseplan. Die gesamte Versorgung und das Stellen auf die Weideflächen übernimmt das Team des Stalls, bewegt werden die Pferde dann von den Eigentümmern. Im Sommer kommen die Pferde auf die Wiesen im hinteren Teil des Geländes, im Winter auf die Paddocks im Innenbereich. Es vergeht einige Zeit, bis 26 Pferde auf die Weiden und abends auch wieder in den Stall gebracht sind.

Hannah Enger kümmert sich um die Pferde und macht den Reitunterricht. Unterstützt wird sie momentan an einem Nachmittag von ihrer Schwester Sarah Enger, die ebenfalls unterrichtet.

Hannah kümmert sich auch um die Berittpferde der Anlage, sie werden von ihr ausgebildet, damit sie von den Reitschülern gut zu reiten sind.

Momentan sind die Planungen zur Vereinsgründung in vollem Gange. Die Termine für die erste Mitgliederversammlung stehen schon fest, die Unterlagen dazu sind auch schon gedruckt. Mit einer Mitgliedschaft im Verein optimieren sich schlussendlich die Kosten und der Versicherungsschutz für die Reiter.

Für das kommende Jahr ist ein Turnier geplant. Doch zunächst gilt es, die neuen Kurse zu bilden und die Kinder entsprechend ihrer Wünsche und ihres Könnens individuell zu fördern.

Quelle: RP
 
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