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Volleyball
VC Ratheim tritt als Spielverderber auf

Volleyball: VC Ratheim tritt als Spielverderber auf
Wie schon im Hinspiel fanden die Angreifer des VC Menden-Much kein Mittel gegen den Ratheimer Block und die gute VCR-Abwehr. Am Ende des Rückspiels stand eine 0:3-Niederlage für die Mendener (r.) zu Buche. FOTO: JÜRGEN LAASER (ARCHIV)
Erkelenzer Land. Volleyball: Mit einem 3:0-Erfolg beim VC Menden-Much startet Oberligist VC Ratheim in die Rückrunde und beendet das Jahr auf dem dritten Platz. Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV verlieren und überwintern als Letzte. Von Hendrike Gierth

Die besten Freunde werden die Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim und des VC Menden-Much wohl nicht mehr: Schon im Vorfeld zum Rückspiel hatte es einigen Ärger zwischen den Teams gegeben. Grund dafür war die Sonne, die zum Auftakt der Saison im September durch die Fenster der Halle am Parkhof geschienen und die Mendener so geblendet hatte, dass sie in der Annahme kaum etwas auf die Reihe bekamen. Von Wettbewerbsverzerrung und Unsportlichkeit war die Rede, Unbeteiligte könnten allerdings zu dem Urteil kommen, dass die Mendener lediglich eine Ursache für die 1:3-Niederlage in Ratheim brauchten.

Nun kam es zum langersehnten Rückspiel - und dabei entpuppte sich der VCR gänzlich als Spielverderber: Denn in etwas mehr als einer Stunde fertigte der Tabellendritte aus der ehemaligen Zechenstadt den Ligavierten VC Menden-Much ab, vermieste dem so richtig die Stimmung für die anschließend geplante Weihnachtsfeier. Vor allem auch deshalb, weil sich die Gastgeber erneut ungerecht behandelt fühlten - dieses Mal vom Schiedsgericht. Immer wieder verstrickten sich die Mendener in Diskussionen mit den Unparteiischen, hatten am Ende noch Glück, dass sie trotz mehrerer Wutausbrüche nur eine einzige Gelbe Karte zu sehen bekamen.

Knackpunkt für die 0:3-Niederlage (26:28, 20:25, 14:25) waren allerdings vier vergebene Satzbälle in Durchgang Nummer eins, "denn danach war es vorbei mit der Euphorie, der Sicherheit und der Leichtigkeit in unserem Spiel", wie es der Gastgeber auf seiner Facebookseite selbst beschreibt. Und damit bringen es die Mendener auf den Punkt: Nach der Aufholjagd in Durchgang eins (21:24, 24:25) hatten die Ratheimer plötzlich Oberwasser, spielten sich in einen kleinen Rausch und waren vor allem mental den Mendenern überlegen. Mit Ruhe und Sicherheit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung war es für die Gäste ein Leichtes, den Hinspielerfolg zu wiederholen. "Mit Blick auf die Tabelle ist es kaum zu fassen, dass wir am Ende der vergangenen Saison fast abgestiegen wären", resümierte VC-Trainer Hans Steffens, der mit der bisherigen Saison natürlich vollauf zufrieden ist, "mit so einem Verlauf hätte wohl niemand gerechnet."

Das gleiche gilt für die Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV - allerdings als Negativbeispiel. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga hat der EVV eine völlig misslungene Hinrunde hingelegt, in neun Spielen sieben 0:3-Niederlagen kassiert und die Hinserie mit nur einem Sieg als Tabellenschlusslicht abgeschlossen.

Und auch im letzten Spiel des Jahre, das gleichzeitig der Auftakt zur Rückrunde war, machten die Erkelenzerinnen dort weiter: Mit 0:3 (17:25, 9:25, 15:25) verloren die Gäste aus der Erka-Stadt beim AVC Köln, waren dabei erneut chancenlos. Zwar zeigten sie im ersten Durchgang durchaus noch einige gute Ansätze, doch spätestens im zweiten Satz war es dann mit der Gegenwehr des EVV vorbei. Anstelle von Kampfgeist und Konzentration entstand nach ein paar verkorksten Bällen wieder Unsicherheit und in der Folge diverse vermeidbare Fehler. Das größte Problem scheint aber momentan die mentale Schwäche zu sein, die die Erkelenzerinnen einfach nicht in den Griff bekommen.

Quelle: RP
 
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