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Schulsport
Viele Erstklässler auf Seepferdchen-Kurs

Schulsport: Viele Erstklässler auf Seepferdchen-Kurs
Badleiter Hasan Güler, Joachim Mützke (Amt für Bildung und Sport), Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen, Anouk Reichardt vom Kreissportbund Heinsberg und Dr. Hildegard Hosterbach, Amt für Bildung und Kultur Kreis Heinsberg (v.l.). FOTO: Stadt Erkelenz
Erkelenz. Schon zum dritten Mal fand im Erka-Bad das Schwimmprojekt "Mathe schützt nicht vor Ertrinken" statt - und auch diesmal wieder mit großem Erfolg. 408 Erstklässler der Erkelenzer Grundschulen wurden in einem zweiwöchigen Intensivschwimmkursus fit gemacht für den sicheren Aufenthalt im Wasser. Am Ende schafften 34 Kinder die Seepferdchenprüfung, und sogar 90 Kinder errangen das Jugendschwimmabzeichen in Bronze. "Die Ergebnisse haben die Erwartungen übertroffen", resümierte Sportdezernent Dr. Hans-Heiner Gotzen zum Abschluss der Projektwochen. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Schulen und allen Akteuren, die das Großprojekt gestemmt haben: Die Übungsleiter der DLRG-Ortsgruppen Gerderath und Erkelenz sowie des Turnvereins Erkelenz hatten teilweise sogar ihren Urlaub eingesetzt, um den Erstklässlern das Schwimmen beizubringen. Eltern und Großeltern halfen beim Umziehen und der Betreuung mit, das Erka-Bad-Team war im Dauereinsatz, und beim Amt für Bildung und Sport der Stadt Erkelenz liefen die Fäden zusammen.

Ganz unterschiedliche Fähigkeiten brachten die Kinder mit in den Kursus. Manche hatten noch Angst vor dem Wasser, mussten erst einmal ermutigt werden, einige konnten sich bereits ein wenig über Wasser halten, und andere hatten schon vorher ein Schwimmabzeichen erworben. Mit viel Einfühlungsvermögen holten die Trainer ihre Schwimmschüler bei deren jeweiligen Leistungsstand ab. Mit dem Ziel, die Nichtschwimmerquote deutlich zu senken, entwickelten das Regionale Bildungsbüro für den Kreis Heinsberg und der Kreissportbund Heinsberg ein Konzept, das die Stadt Erkelenz im Jahr 2015 als erste Stadt im Kreis erfolgreich umgesetzt hat. Auch bei der Fortsetzung des Projektes arbeiteten Stadt und die beiden Institutionen eng zusammen. Statistisch gesehen kann etwa jeder zweite Viertklässler gar nicht oder nur sehr unsicher schwimmen. "Die Stadt Erkelenz will dazu beitragen, dass die erschreckend hohe Zahl von Badeunfällen zurück geht", sagt Dr. Gotzen "auch im nächsten Jahr wollen wir das Projekt fortsetzen. Dann wird in Erkelenz erstmalig kein Schüler die Grundschule verlassen, ohne an einem Schwimmkursus teilgenommen zu haben."

Quelle: RP
 
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