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Wenn sich Stolz und Frust die Waage halten

Auch nachdem er einmal darüber geschlafen hatte, wusste Beecks Coach André Sieberichs gestern noch immer nicht so recht, wie er das denkwürdige Pokalspiel in Dattenfeld letztlich einordnen sollte. Einerseits war er natürlich zu Recht stolz auf die famose Leistung seiner Jungs, die dem Favoriten 120 Minuten lang auf dessem Terrain einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert hatten.

Andererseits mischte sich eine gehörige Portion Frust hinzu – bei einem Weiterkommen wäre schließlich die Chance auf einen erneuten Pokalsieg angesichts keiner weiteren höherklassigen Mannschaft mehr im Wettbewerb ebenso groß wie realistisch gewesen. Besonders bitter, dass auch ein eindeutig irreguläres Tor (das gaben auch Windecker Akteure zu) letztendlich das Aus bedeutete – dieses 1:0 hatte eben maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf.

Auf längere Sicht dürften auch bei Sieberichs aber die positiven Aspekte überwiegen. Schließlich bewiesen seine Jungs unter anderem, dass sie ein irrsinnig hohes Tempo auch über 120 Minuten mitgehen können – an der hervorragenden Fitness des Teams kann es nach dieser Vorstellung keine Zweifel mehr geben. Der angehende Regionalligist Windeck vermochte sich am Ende wiederholt nur mit Befreiungsschlägen zu retten – so viel Druck baute der FC da auch noch nach knapp zweistündiger Spielzeit auf.

MARIO EMONDS

Quelle: RP
 
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