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Zur WM nach Moskau

Die Wegbergerin Mariya Vakhnina-Kleinschmidt wird mit ihrem Tanzpartner Vadim Lehmann (beide TSC Krefeld) in den Standardtänzen auf das Parkett gerufen. Im Dezember geht es zur Latein-WM nach Riga. Von Klaus Waldschmidt

An einer Weltmeisterschaft teilnehmen, davon träumen unzählige Tanzsportler weltweit. Für die 15-jährige Wegberger Gymnasiastin Mariya Vakhnina-Kleinschmidt wird dieser Traum erstmals am Samstag in Moskau wahr. Dort findet die Junioren-Weltmeisterschaft in der Standard-Disziplin für die Altersgruppe 14 & 15 Jahre statt.Aus der Ukraine nach Deutschland kam Mariya im Jahr 2002 durch die Heirat ihrer Mutter Tamara mit Hans Kleinschmidt. Der Tanzsport beförderte wohl die Familiengründung nachhaltig, denn der neue Vater war Mitglied in der Tanzsportgemeinschaft (TSG) Erkelenz und zudem im Vorstand tätig. Mutter Tamara war schon in der Ukraine als Tänzerin erfolgreich, zuletzt als nationale Jugendtrainerin. Tamara und Tochter Mariya traten sofort in die TSG Erkelenz ein, beide sind noch immer TSG-Mitglieder, Tamara als kompetente Einzelpaar-Trainerin.

Der damals siebenjährige Wegberger Lennart Glehn war der erste Tanzpartner von Mariya. Beide können auf eine beachtliche Turnierbilanz verweisen, bis hin zu NRW-Meisterschaften, den Siegen bei "Hessen tanzt" und bei den "Baltic Open", allesamt international angesehene Wettbewerbe. Nach fünf Jahren war die Gemeinsamkeit bei Mariya aufgebraucht, weil der ein Jahr jüngere Lennart im Körperwachstum nicht Schritt hielt.

Maxim Osetrov und der Kölner Verein "Art of Dance" mit dem deutsch-russischen Trainerpaar Dirk und Ala Bastert, ehemals russische Amateurmeister und danach Deutsche Profimeister über zehn Tänze, schienen ab 2007 bis zum Sommer 2009 die tänzerische Zukunft zu sein. Nach der ungewollten Paarauflösung war Mariya jedoch nur für kurze Zeit ohne Tanzpartner. Mit Vadim Semirjakov, nach der Einbürgerung jetzt Lehmann, begann gleich der tänzerische Durchbruch bei den "Baltic Open" im November und weiteren deutschen Ranglistenturnieren in Standard und Latein. Auch hat der neue Verein TC Seidenstadt Krefeld, für den beide aktuell starten, zur tänzerischen Weiterentwicklung beigetragen. Jüngste Spitzenplatzierung für Mariya Vakhnina-Kleinschmidt und Vadim Lehmann war der Gewinn der Deutschen Latein-Meisterschaft in Elmshorn, der auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der Lateintänzen bedeutete. Die findet dann im Dezember in Riga statt.

Nun gilt es am Samstag in Moskau erst einmal bei der Standard-WM gut zu bestehen, damit nicht nur der Deutsche Tanzsportverband stolz auf seinen Nachwuchs sein kann, sondern auch die Kaderförderung weiter stattfindet.

Quelle: RP
 
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