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Heinsberg
Sterbehilfe erlauben oder nicht?

Heinsberg: Sterbehilfe erlauben oder nicht?
Klaus H. Längler, Leiter des Schmerzzentrums Wegberg, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, gehört zu den Referenten. FOTO: Archiv
Heinsberg. In Würde sterben - darum geht es bei einem interdisziplinären Dialog in Heinsberg. Experten nehmen Stellung zur Frage der Sterbehilfe.

Die Ev. Erwachsenenbildung und die Evangelische Gemeinde Heinsberg laden für Dienstag, 28. April, 19 Uhr, ins Gemeindehaus, Erzbischof-Philipp-Straße 12, zu einer Podiumsdiskussion zur Frage der Sterbehilfe ein. Namhafte Vertreter verschiedener Disziplinen wurden eingeladen, so dass die Teilnehmenden aus unterschiedlicher Sichtweise Argumente zu dem sensiblen Themen erhalten.

Die Veranstalter greifen die aktuelle politische und gesellschaftliche Diskussion auf. Organisatorin Elke Bennetreu von der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich: "Sterben und Krankheit gehören zum Leben. In Würde sterben - das wünschen wir uns. Aber es gibt Grenzfälle, wo die Marter des Leidens unerträglich werden, wo die Medizin zwar Leben verlängern kann, aber um welchen Preis? Wo sprechen wir von Sterbenlassen, von passiver Sterbehilfe, aktiver Sterbehilfe, assistiertem Suizid? Was meinen wir, wenn wir von einem Tod sprechen, den wir ,selbst bestimmen' möchten? Welche ethischen und theologischen Gesichtspunkte ergeben sich? Wie geht es den Beteiligten, den Betroffenen selbst, den Angehörigen und begleitenden Menschen mit dieser Situation?" Diese Fragen sollen aufgegriffen werden. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche gesetzlichen Regelungen bereits bestehen, zum Teil aber unbekannt sind und welche Gesetzesänderungen anstehen. Pfarrer Sebastian Walde und Elke Bennetreu sehen: "In anderen europäischen Ländern sind weitergehende Gesetze zur Sterbehilfe erlassen worden. Aber ist das so richtig? Bieten sie Möglichkeiten des humanen Sterbens oder können veränderte Gesetze auch falsche Akzente setzen, so dass sich Menschen in einer letzten Phase gedrängt oder gar nicht mehr wertgeschätzt fühlen?"

Zu den Diskutanten gehören Dr. Wolfram Höfling (Jurist, Institut für Staatsrecht Uni Köln, Mitglied im Deutschen Ethikrat), Klaus H. Längler (Ärztlicher Leiter des Regionalen Schmerz- und Palliativzentrums Wegberg, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin), Volker Leisten (Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben), Markus Melchers (Philosoph, Ethikreferent Akademie für Palliativmedizin; "Leidfaden. Magazin für Krisen, Leid und Trauer"), Pfarrer Dr. Titus Reinmuth (Vorsitzender des Hospizvereins Regenbogen, Ev. WDR-Rundfunkbeauftragter), Dr. Hans-Georg Troschke (Palliativarzt, Krankenhaus Heinsberg )

Alle Interessierten sind willkommen. Die Veranstalter bitten um Anmeldung bei der Ev. Erwachsenenbildung, Telefon 02461 9966-0, E-Mail eeb@kkrjuelich.de " oder bei der Ev. Gemeinde Heinsberg, 02452 24978.

Quelle: RP
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