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Wegberg
Wegberger Klinikleitung wehrt sich gegen „Politgeschrei“

Wegberg: Wegberger Klinikleitung wehrt sich gegen „Politgeschrei“
Die Sankt-Antonius-Klinik. FOTO: RPO
Wegberg. Die Leitung des Wegberger Krankenhauses wirft den Grünen verantwortungsloses Verhalten und inhaltloses Politgeschrei vor. Die Kampagne gegen die Klinikleitung habe nur ein Ziel: Aufmerksamkeit zu erregen. Von Michael Heckers

Verantwortungsloses Verhalten wirft die Leitung der Sankt Antonius Klinik "einigen Mitgliedern der Partei ,Die Grünen'" vor. Geschäftsführer und Gesellschafter der Sankt Antonius Klinik GmbH seien nicht bereit, dem von wenigen Personen, die ihre Ziele aus persönlichen Motiven verfolgten, aufgebauten öffentlichen Druck Folge zu leisten, teilt die Klinik in einer Erklärung mit.

"Insbesondere die unsachlichen, von Vorurteilen geprägten Angriffe einiger Mitglieder der Partei ,Die Grünen' gegen die Krankenhausleitung und die Bürgermeisterin von Wegberg entlarven sich bei näherem Hinsehen als inhaltloses ,Politgeschrei' einer Minderheit mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen", heißt es darin weiter.

Strenge Aufsicht

Den Grünen gehe es nicht um den Erhalt des Krankenhauses. Sie wollen um jeden Preis Öffentlichkeit erlangen und den derzeitigen Betreiber in Misskredit bringen, meint die Krankenhausleitung.

Dieses verantwortungslose Verhalten solle ersichtlich dem Zweck dienen, Patienten und Mitarbeiter zu verunsichern. Dieses Ziel würden die Initiatoren dieser Kampagne aber nicht erreichen, denn "der hierdurch geschaffene Druck führt zu einer Solidarisierung von Patienten und Belegschaft mit dem Krankenhaus".

Das Krankenhaus erfüllt nach Angaben der Klinikkleitung seine Aufgabe als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung einschließlich der Aufnahme und Behandlung von Notfallpatienten.

"Aufgrund der bekannten Vorkommnisse ist einzuräumen, dass diese Aufsicht zurzeit intensiver ausgeübt wird als in früheren Zeiten", heißt es in der Erklärung. Bis auf einen Vorfall im Zusammenhang mit einem Notfalleinsatz habe es in diesem Jahr keinerlei Beanstandungen der zuständigen Aufsichtsbehörden gegeben.

Der Vorfall werde weiterhin untersucht. Die Krankenhausleitung habe nach dem Vorfall unverzüglich reagiert und Maßnahmen ergriffen, die eine Wiederholung ausschließen. Deshalb nehme die Klinikleitung die in der Presse angekündigte Anfrage der Grünen im Heinsberger Kreistag mit Befremden zur Kenntnis.

Kassen haben geprüft

Weiter teilt die Klinikleitung mit, dass das Krankenhaus mit allen gesetzlichen Krankenkassen, Ersatzkassen und Privaten Krankenversicherungen zusammenarbeitet. Eine Prüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen vor wenigen Wochen habe keine nennenswerten Beanstandungen bei der Abrechnung der Krankenhausleistungen ergeben. Die Anzahl der im Krankenhaus beschäftigten Ärzte entspreche den gesetzlichen Vorgaben und allgemeinen Standards.

Quelle: RP
 
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