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Kreis Heinsberg
Wettbewerb setzt auf Wachstum

Kreis Heinsberg. Ab dem 26. September werden in der Region Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg zum 14. Mal die besten unternehmerischen Wachstumsstrategien gesucht. Von Andreas Speen

Als Unternehmer, dessen Betrieb sich im Wachstum befindet, Zeit zu finden, neue Strategien zu suchen oder bestehende zu überdenken - dafür fehlt oftmals die Zeit. Manchmal kann ein Anstoß von außen hilfreich sein, sich diese Zeit zu nehmen, berichten zwei Firmeninhaber aus dem Kreis Heinsberg auf Einladung der Gründerregion Aachen. Gemeinsam rufen sie damit zur Teilnahme an der "AC2 - die Wachstumsinitiative" auf.

Ab dem 26. September werden in der Region Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg zum 14. Mal die besten Wachstumsstrategien gesucht. Zweimal landeten schon Firmen aus dem Kreisgebiet auf dem ersten Platz, 2006 LASER Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW aus Geilenkirchen und ein Jahr später Tiskens Steuerungs- und Antriebstechnik aus Wegberg. Weitere 26 wurden für die Runde der letzten zehn Teilnehmer im Wettbewerb nominiert. Landrat Stephan Pusch wünscht sich, dass nächstes Jahr an diese Erfolge angeknüpft wird. Damit könnte der Entwicklung der Region zwischen Wegberg und Übach-Palenberg Rechnung getragen werden, erklärt Pusch: "Die Arbeitslosenzahl im Kreisgebiet ist auf einem absolut niedrigen Stand, und unser Kreis gehört zu den prosperierendsten im Land. Die Entwicklung unserer Unternehmen macht unsere Wirtschaftsförderung und den Kreis Heinsberg stolz."

Teilnehmen an der Initiative können kleine und mittelständische Unternehmen mit Firmensitz im Kreis Heinsberg sowie der weiteren Gründerregion Aachen, die seit dem Jahr 2012 bestehen und fünf bis 250 Mitarbeiter haben. In verschiedenen Phasen werden die Teilnehmer über den Wettbewerb informiert, kostenfrei professionell beraten und begutachtet. Sechs Vortragsabende zu Wachstumsthemen gehören zur Teilnahme und zwei zu Innovationen. Als Mehrwert werden von der Gründerregion Aachen die bei diesen Abenden möglichen Kontakte zu anderen Unternehmen aus der Region beworben sowie die Geld- und Sachpreise am Ende des Wettbewerbs, dessen Träger die beteiligten Landkreise und die Stadt Aachen, regionale Geldinstitute und Forschungseinrichtungen sowie die AGIT und Industrie- und Handelskammer Aachen sind.

Einige Jahre ist es her, dass die Elteba Elektrotechnik-Elektrobau GmbH aus Heinsberg an dem Wettbewerb teilgenommen hatte. Guido Randerath, Geschäftsführer des inzwischen 45 Jahre bestehenden Unternehmens, erinnert sich gut, wie er zur Teilnahme an "AC2" überredet werden musste. Als Unternehmer habe man immer Ideen, meist aber fehle im Tagesgeschäft die Zeit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Im Nachhinein habe er feststellen können, dass es viele gute Gründe für eine Teilnahme gibt: "Wir spüren heute noch die Nachwehen des Wettbewerbs. Das damals erarbeitete Konzept ist bis heute Basis unserer Arbeit. Es ist auch nicht bei den drei kostenfreien Beratertagen geblieben, was einem Haufen Geld entspricht, und zu unserem Berater ist eine Verbindung entstanden, die bis heute besteht. Man sollte sich die Zeit zur Teilnahme nehmen, damit das Unternehmen nicht vom Wettbewerb eingeholt wird. Es lohnte sich für uns, unsere Ideen zu strukturieren, zu diskutieren und uns beraten zu lassen. Das hat unsere Arbeit beflügelt und einige Ideen bereinigt."

Erstmals in der neunköpfigen Jury sitzt in der 14. AC2-Runde Peter Martin Schroer, Geschäftsführer der ENE'T GmbH aus Hückelhoven, einem Entwickler von Anwendungen und Datenbanken für mehr als 500 Versorgungsunternehmen. Er nimmt sich dieser Aufgabe - neben weiteren Jurymitgliedern namhafter Unternehmen - an, weil ihn interessiert, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert: "Ich bin gespannt auf die Ideen, wie wir Unternehmer diese Zukunft mitgestalten wollen."

Quelle: RP
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